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Es war ein
friedliches Fest
Gut in Form: Ralph Saenz (links), Sänger der Glam-Metal-Band Steel Panther, und Gitarrist Russ Parrish am Samstag in Wacken. Foto: Ralph Saenz (links), Sänger der Glam-Metal-Band Steel Panther und Gitarrist Russ Parrish am Samstag in Wacken. Axel Heimken/dpa
Wacken Open Air mit durchweg positiver Bilanz

Es war ein friedliches Fest

In Wacken spielten in den vergangenen Tagen rund 120 Bands vor 75 000 Heavy-Metal-Fans. Alles verlief friedlich beim weltweit größten Metal-Festival.

08.08.2016
  • GERLINDE BUCK

Wacken. Nach 72-stündigem Heavy-Metal-Marathon in Wacken ist wieder Ruhe in die kleine schleswig-holsteinische Gemeinde eingekehrt. Bis spät in die Nacht zum Sonntag schallten dort noch Akkorde über das 250 Hektar große Gelände, bevor sich zahlreiche „Metalheads“ Richtung Heimat verabschiedeten. Mehr als 75 000 von ihnen waren zum weltweit größten Heavy-Metal-Festival gekommen und verwandelten den Ort für drei Tage in das Epizentrum harter Musik. „Ich glaube, wir haben das wieder gerockt“, sagten die VeranstalterThomas Jensen und Holger Hübner zufrieden. Jensen verriet schon die ersten Bands fürs nächste Jahr: Beim 28. W:O:A sollen unter anderem die Bands Avantasia und Powerwolf am Start sein.

Musikalische Highlight des 27. Wacken Open Air (W:O:A) war gleich zu Beginn der Auftritt der britischen Kultband Iron Maiden. Die Metal-Legenden feierten am Donnerstagabend auf der Kuhweide vor zehntausenden Zuschauern den Abschluss ihrer Welttournee „The Book Of Souls World Tour“. Auch einen sportlichen Höhepunkt lieferten die Hardrocker. Mit einigen Roadies traten sie einen Tag vor ihrer Bühnenshow in einem inoffiziellen Fußball-Freundschaftsspiel gegen den FC Wacken der 1800-Seelen-Gemeinde an.

Neben Iron Maiden begeisterten auch die Bands Blind Guardian, Bullet For My Valentin, Foreigner, Ministry, Steel Panther sowie Twisted Sister die aus aller Welt angereiste Wacken-Community. Insgesamt mehr als 120 Bands sorgten auf acht Bühnen für Festival-Stimmung. Darunter auch die kultigen „Wacken Firefighters“. Traditionell eröffnete die örtliche Feuerwehrkapelle mit Blasmusik inoffiziell die Metal-Party.

Tausende Headbanger waren am Mittwochabend zum Schunkeln aufs Gelände geströmt. Regenschauer während des gesamten Festivals störten immer wieder den geplanten Ablauf und sorgten für schlammige Campingplätze und ein matschiges Festivalgelände – samt Schlammschlachten der Besucher. Die ließen sich die gute Stimmung durch Nässe und Matsch nicht nehmen.

Der Rettungsdienst zog ein positives Fazit. Das Festival sei insgesamt ruhig verlaufen. Zu einem Unglück kam es am Freitag auf dem Campingplatz, als zwei Männer versuchten, eine Feuerwerksrakete aus einer Flasche heraus zu zünden. Die Rakete fiel um und explodierte beim Versuch der beiden, sie wieder aufzustellen, wie die Polizei mitteilte. Dabei wurden die 50 und 51 Jahre alten „Metalheads“ schwer verletzt – einer davon verlor bei dem Unfall ein halbes Ohr. Beide kamen mit dem Rettungshubschrauber in Kliniken.

Unter dem Aspekt der Sicherheit besuchte Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD) das Festival am letzten Tag. Als Reaktion auf die jüngsten Gewalttaten in Ansbach, München und Würzburg waren die Sicherheitsbestimmungen auf dem Open Air verschärft worden. Zum ersten Mal waren Rucksäcke und Taschen auf dem Festival-Gelände verboten.

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08.08.2016, 06:00 Uhr
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