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Ausbildung

Es muss nicht immer ein Studium sein

Fabian Kielczynski ist an der Uni nicht glücklich geworden. Jetzt macht er eine Lehre bei der Deutschen Bahn.

19.04.2018

Von DOROTHEE TOREBKO

Azubi Fabian Kielczynski. Foto: Foto

Berlin. Am 1. September 2017 begann für Fabian Kielczynski ein neues Leben. Es war der Tag, an dem er seine Ausbildung bei der Deutschen Bahn als Fahrdienstleiter startete. 13 Semester stolperte der 29-Jährige zuvor durch ein Geologiestudium, bis er nicht mehr wollte. Im Moment der Entscheidung war er erleichtert. Doch zugleich war da auch Angst: Ist eine Ausbildung etwas für ihn?

Noch immer ist das Studium für viele ein Muss. Allerdings ist das nicht für jeden das Richtige. Beinahe jeder Dritte bricht sein Studium ab. Zugleich beklagen Betriebe, dass sie keine Azubis finden. Deshalb setzen immer mehr Betriebe auf Studienabbrecher. Auch die Deutsche Bahn.

523?300 Menschen begannen im vergangenen Jahr laut Berufsbildungsbericht, der gestern von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vorgestellt wurde, eine Ausbildung. Bei der Bahn waren es 3600. Wie viele davon Studienabbrecher sind, ist nicht zu ermitteln. Allerdings hat jeder Vierte Abitur oder Fachabitur.

Janine Andrä ist für das Recruiting der Bahn in den neuen Bundesländern zuständig und erklärt, warum das Unternehmen verstärkt auf Studienabbrecher setzt. „Sie sind häufig lebenserfahrener und haben eine gefestigte Vorstellung, was sie vom Beruf wollen.“ Deshalb gebe es auch nicht so viele, die die Ausbildung abbrechen.

Auch insgesamt ist die Abbrecherquote bei der Bahn moderat. 12,9 Prozent schmeißen das Handtuch. Das entspricht dem Bundesdurchschnitt. „Die Quote der Abbrüche liegt bei etwa 12 bis 13 Prozent und damit deutlich unter der Quote im Hochschulbereich“, sagte Karliczek. Dass so viele Azubis ihren Vertrag kündigen, hängt an vielem. Falsche Vorstellungen vom Beruf, geringe Vergütung, die fehlende Übernahmegarantie sind Gründe.

Dass auch alternative Bildungswege möglich sind und wie erfüllend eine Ausbildung sein kann, beweist Fabian Kielczynski. „Die Gesellschaft sagt vielleicht, dass mein Studienabbruch ein Misserfolg war, aber ich sehe das nicht so“, sagt er.

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Erstellt:
19. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. April 2018, 06:00 Uhr

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