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Fünf Tage flanieren, schmecken, Geld ausgeben

Es lavendelt wieder: Der Umbrisch-Provenzalische Markt in Tübingen ist eröffnet

Sonnenbrillen, kurze Hosen und Eiswaffeln an jeder Ecke: Der Spätsommer zeigte sich am Mittwoch noch einmal von seiner schönsten Seite. Darüber freuten sich auch die zahlreichen Besucher, die in der Tübinger Altstadt ein besonderes Ziel ansteuerten.

13.09.2018

Von Jacqueline Schreil

Buntes Treiben auf dem Umbrisch-Provenzalischen Markt. Bild: Metz

Den Umbrisch-Provenzalischen Markt (UPM). Bereits zum 24. Mal reisten zu diesem Anlass nicht nur viele Gäste an, sondern auch Händler aus den Tübinger Partnerstädten Perugia in Italien und Aix-en-Provence in Frankreich, um den selbsternannten „größten mediterranen Markt nördlich der Alpen“ zu beleben.

Zwischen Blumenschmuck und Marktständen spielte zur Eröffnung am gestrigen Mittwoch der Tübinger Musiker Peter Weiß unbeschwerte Melodien auf seinem Akkordeon und verschaffte so dem nachfolgenden Auftritt etwas mehr Aufmerksamkeit in dem Trubel. Da der Markt eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt und des Handel- und Gewerbevereins (HGV) ist, gab es einleitend ein paar Worte von Cord Soehlke, Tübingens Erster Bürgermeister, und Jörg Romanowski, dem Vorsitzenden des HGVs. Soehlke vertrat dabei Oberbürgermeister Boris Palmer, der für einen Klimagipfel nach San Francisco gereist war.

„Das Mittelmeer bei uns zu Gast“, fasste Soehlke die Atmosphäre zusammen und sagte abschließend zu den Besuchern: „Wir wünschen uns, dass Sie viel Geld ausgeben und die Stadt genießen“. Zumindest Soehlkes erster Wunsch dürfte für einige Besucher schneller in Erfüllung gehen, als geplant: Neben deftigen Spezialitäten wie Fischsuppe, Wildschweinsalami oder Schinken gab es auch enttäuschte Mienen bei Besuchern, die erst auf die Preisschilder und dann in ihre Geldbeutel schauten. Dass Besucher die Stadt aber auch kostengünstig genießen können, zeigten Besucher, die den Markt für einen Mittagsspaziergang mit Urlaubs-Gefühl nutzten, um „nur mal zu gucken“.

Das womöglich häufigste Mitbringsel der Besucher an diesem ersten Markttag war auch zugleich das günstigste: Vielerorts wurden Smartphones und Kameras gezückt, um schöne Schnappschüsse einzufangen. Ein besonders beliebtes Motiv waren dabei wieder die violett leuchtenden Artischockenblüten, die das Marktbild entscheidend mitprägen. Sowohl auf dem Holzmarkt als auch auf dem Marktplatz waren die Blüten zu kleinen Pyramiden aufgeschichtet und boten den Gästen einen Blickfang und den städtischen Hummeln und Bienen eine willkommene Ergänzung zur sonstigen Blütenpracht.

Einer weiteren Pflanze, ebenfalls violett, wird auf dem UPM traditionell große Aufmerksamkeit zuteil. Der Lavendel ist längst einer der prominenten Allstars der Veranstaltung und aus dem Angebot der Marktstände kaum mehr wegzudenken. Aber nicht nur nach Lavendel duftete es in den engen Altstadtgassen. Jahr für Jahr liegen die verschiedensten Düfte in der Luft: Ätherische Öle und Seifen. Rosmarin und Thymian. Antipasti und Käse. Und dazwischen immer wieder: Lavendel.

Auch Naschkatzen wurden auf dem UPM schnell fündig. Mandelkekse, Nougatkonfekt oder Macarons sind klein genug, um auch noch in volle Bäuche zu passen. Auch Lakritze, an der sich die Geister scheiden, wurde angeboten.

Selbst für die Ohren bot der Markt verschiedene Eindrücke: Französisches Gemurmel, italienische Diskussionen und schwäbische Bestellungen. „I würd gern ebbes von der Artischogg nemma“, sagte etwa eine Frau mit Korb. „Mensch, ist das teuer“, beschwerte sich hingegen eine Passantin bei ihrer Begleitung. Doch die meisten Besucher gönnten sich auf dem Markt wenigsten eine kleine Köstlichkeit: Und wenn es doch nur das heimische Eis war. Das genossen sie dann zwar nicht am Mittelmeer, aber dafür am Neckar.

Plaudern und probieren

Über 90 internationale Händler, Erzeuger und Kulturschaffende sorgen beim 24. Umbrisch-Provenzalischen Markt für mediterranes Flair. Bis Sonntag, 16. September, bietet der Markt in der Tübinger Altstadt verschiedene Stände aus den Tübinger Partnerstädten Aix-en-Provence in Frankreich und Perugia in Italien. Neu in diesem Jahr sind eine Händlerin aus Frankreich, die Wollprodukte ihrer Angoraziegen anbietet und eine italienische Imkerei, die umbrischen Honig verkauft.

Die Marktzeiten sind: Donnerstag bis Samstag: 10 bis 22 Uhr, Gastronomie bis 1 Uhr.

Am Samstag ist zusätzlich das Kinderfest von 10 bis 16 Uhr im Innenhof des Pfleghofs.

Sonntag hat der Markt von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Erbe-Lauf beginnt um 9:30 Uhr und verkaufsoffener Sonntag ist von 13 bis 18 Uhr.

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Erstellt:
13. September 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
13. September 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. September 2018, 01:00 Uhr

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