Kreis Tübingen · Ammertalbahn

Ab Februar fahren reguläre Ersatzbusse

Zwischen Tübingen und Herrenberg ist weiter mit Zugausfällen zu rechnen. Aber es fahren ab Februar reguläre Ersatzbusse.

23.01.2020

Von Uschi Hahn

Ammertalbahn beim Schwärzlocher Hof. Archivbild: Ulrich Metz

Die schlechte Nachricht: Auf der Ammertalbahn ist weiter mit Zugausfällen zu rechnen. Der schwache Trost: Von Februar an wird es für jeden ausgefallenen Zug einen Schienenersatzverkehr mit Bussen geben. Dies sagte der Geschäftsführer des kommunalen Ammertalbahn-Zweckverbands Dieter Braun am Donnerstag auf TAGBLATT-Anfrage mit.

Der beim Landkreis Tübingen angesiedelte Zweckverband ist zwar Eigentümer der Strecke zwischen Tübingen und Herrenberg, Betrieben wird die Ammertalbahn aber von der Bahn-Tochter RAB (Regionalverkehr Alb-Bodensee). Seit Monaten hat die nicht genügend Lokführer, um die Strecke ordentlich zu bedienen. Im Dezember richtete der Zweckverband deshalb einen Ersatzverkehr mit zwei Bussen ein, die bei Zugausfällen die Fahrgäste im Pendelverkehr an den Endhaltestellen in Tübingen und Herrenberg einsammeln. Die zwei Busse stehen aber erst ab 15 Uhr und nur bis kurz vor 21 Uhr zur Verfügung.

„Ein Notpflästerchen“, sei das, räumt Braun ein. Aber während des morgendlichen Berufs- und Schülerverkehrs stünden schlicht keine Busse zur Verfügung. Die Bus-Bereitsschaft koste auch so „viel Geld“, sagt Braun, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Immerhin zahle die RAB die Hälfte.

Von Februar an sorgt die RAB nun selbst für den Schienenersatzverkehr. Denn noch immer fehlt es an Zugführern. Wie am Mittwoch berichtet, hat die Bahn bereits angekündigt, vom 8. Februar bis zum 5. April, den Zugverkehr im Ammertal an Samstagen auf einen Stundentakt zu halbieren. Auch die Neckar-Alb-Bahn zwischen Tübingen und Stuttgart ist betroffen. So will man Zugführerstunden einsparen, um den regulären Betrieb unter der Woche zu sichern.

Beim Zweckverband rechnet man damit, dass es noch eine Weile dauert, bis wieder genügend ausgebildetes Personal da ist. Allein vergangene Woche fielen von 558 Fahrten auf der Ammertalbahn 39 komplett aus, also 7 Prozent. Weitere 9 Prozent (52) der Züge fuhren mit weniger Waggons, als vom Zweckverband bestellt. Auch am gestrigen Donnerstag hieß es auf der Bahnapp, dass der Zug um 13.47 Uhr ab Tübingen mangels Personal ausfalle. Fahrgäste, die um 10.15 Uhr mit der Ammertalbahn in Tübingen weiter Richtung Nürtingen fahren wollten, blieben ebenfalls stehen.

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Erstellt:
23. Januar 2020, 17:18 Uhr
Aktualisiert:
23. Januar 2020, 17:18 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2020, 17:18 Uhr

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