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Freiburg

Erzbischof Burger: Fastenzeit erlebt eine Renaissance

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger ruft zum Beginn der Fastenzeit dazu auf, sich selbst auf den Prüfstand zu stellen.

13.02.2018

Von dpa/lsw

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger steht vor dem Münster. Foto: Patrick Seeger/Archiv dpa/lsw

Freiburg. «In unserer Überflussgesellschaft kann die Fastenzeit dabei helfen, Lebenseinstellung oder Lebenshaltung zu ändern», sagte er in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur: «Es geht nicht um Zugewinn, sondern um Entlastung. Nicht um mehr, sondern um weniger.» Fasten beschränke sich nicht auf das Abnehmen. «Gewicht zu verlieren ist nur ein, für manche angenehmer, Nebeneffekt. Wichtiger ist sich darüber bewusst zu werden, wovon man abhängig ist - und sich davon frei zu machen.» Ergebnis könne etwa ein verändertes Konsumverhalten sein.

Burger ist in der Deutschen Bischofskonferenz verantwortlicher Bischof für das katholische Hilfswerk Misereor. Dieses startet am Sonntag (18. Februar) deutschlandweit seine diesjährige Fastenaktion. Dazu dient ein Gottesdienst in München (10.00 Uhr), der live im Ersten übertragen wird. Es ist die 60. Fastenaktion von Misereor. Die 40-tägige Fastenzeit beginnt für Christen am Aschermittwoch.

«Die am Aschermittwoch beginnende Fastenzeit erlebt scheinbar eine Renaissance, Fasten ist en vogue», sagte Burger. Menschen versuchten, schlank und fit in den Frühling zu gehen: «Spannend finde ich, dass der damit verbundene Gedanke des Verzichts auf Liebgewonnenes offenbar gesellschaftsfähig ist.» Nach christlichem Verständnis diene die Fastenzeit dazu, Gewohntes in Frage zu stellen, auf Überflüssiges zu verzichten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. «Dies hilft, sich im Leben wieder neu zu justieren», sagte der Erzbischof.

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Erstellt:
13. Februar 2018, 07:26 Uhr
Aktualisiert:
13. Februar 2018, 06:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2018, 06:30 Uhr

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