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Erstmals Einäscherung von Pferden
Die Visualisierung des Objekts in Hall. Foto: Architekt
Bestattung

Erstmals Einäscherung von Pferden

In Schwäbisch Hall wird für 2,4 Millionen Euro ein Krematorium gebaut, das für Haustiere gedacht ist.

05.09.2017
  • THUMILAN SELVAKUMARAN

Schwäbisch Hall. Erdbestattung, Einäscherung, Trauerfeier in der Kirche oder in der Trauerhalle: Die Möglichkeiten, einen verstorbenen Menschen zu verabschieden, sind vielfältig. Bei Haustieren sieht das anders aus, insbesondere, wenn es um Pferde geht. Verendete Tiere müssen in die Tierkörperbeseitigung.

„Das ist aber genau das Gegenteil von dem, was wir wollen“, sagt Sandra Lutz. „Haustiere sind heute Familienmitglieder. Sie haben einen anderen Stellenwert.“ Manche wünschten sich daher auch für die Vierbeiner – seien es Hunde, Katzen oder eben Pferde – eine Bestattung.

Sandra und Ehemann Jochen Lutz betreiben zwei Humankrematorien und seit 2006 ein Tierkrematorium in Oedheim bei Heilbronn. Derzeit entsteht am Haller Waldfriedhof ihr zweites Tierkrematorium. In diesem sollen später auch Pferde eingeäschert werden. Ein Novum in Deutschland.

Das Ehepaar hat auf eine Gesetzesänderung im Februar reagiert. „Seither sind in Deutschland auch Feuerbestattungen für Pferde möglich“, so Sandra Lutz, die einen großen Bedarf sieht. Bisher gebe es die Möglichkeit nur in der Schweiz und in den Niederlanden. Illegal würden bisher Pferde illegal nach Holland gekarrt, weil die Besitzer hier keine andere Möglichkeit haben, so Lutz.

2,4 Millionen Euro investiert Familie Lutz in das Haus mit 500 Quadratmetern Nutzfläche, zwei Brennkammern und drei Abschiedsräumen. Architekt Martin Kuhn hat das Objekt entworfen.

Die Stadt stimmte dem Vorhaben zu. Auch das Landratsamt hatte keine Bedenken. Auflagen der Behörden gab es wegen der Dimensionen. Ein Pferd kann bis zu einer Tonne wiegen. Das Tier werde über einen großen Herdwagen in den Ofen gefahren. Über Flüssiggas-Verbrennung werde eine Temperatur zwischen 850 und 1100 Grad erreicht.

Große Filteranlage nötig

Sechs bis acht Stunden dauere eine Einäscherung, so Sandra Lutz. Für Pferde ist eine große Brennkammer reserviert, für kleinere Tiere die andere. Dabei sei eine große Filteranlage nötig, damit die Umwelt nicht von den Emissionen belastet werde.

Im November soll die Anlage in Schwäbisch Hall in Betrieb gehen. Thumilan Selvakumaran

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05.09.2017, 06:00 Uhr
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