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Süüüüüüß! Katzenvideos sind Balsam für die Seele. Foto: koldunova - Fotolia.com




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19.02.2016

Von DPA

Düsseldorf. Das Netz ist voll davon: Katzen spielen Klavier, Katzen massieren Hunde, Katzen fallen in Toiletten oder erschrecken sich vor Gurken - millionenfach werden private Stubentiger-Clips im Internet aufgerufen und geteilt. Jetzt kommt das in den USA schon zum Kult avancierte „Internet Cat Video Festival“ nach Deutschland. Am Freitag veranstaltet das NRW-Forum in Düsseldorf in Kooperation mit dem Walker Art Center (Minnesota) das erste deutsche Katzenvideofestival.

Katzenvideos bis zum Abwinken werden in der einstündigen Filmrolle der weltbesten Stubentiger-Clips präsentiert. Außerdem wird aus einer Shortlist von 15 Filmen das beste deutsche Katzenvideo gekürt. Als Trophäe winkt dem Gewinner des Jury-Preises der „Goldene Kratzbaum“. Auch ein Publikumspreis wird vergeben. Währenddessen berät eine Katzenpsychologin bei Fragen zu den Haustieren.

Den Erfolg von Katzenvideos erklärt der Leiter des NRW-Forums, Alain Bieber, damit, dass die lustigen Filmchen „Balsam für die Seele“ seien. „Die Leute fühlen sich danach zufriedener und glücklicher.“ In den USA habe eine Studie den Effekt von Katzenvideos auf das menschliche Wohlbefinden untersucht. „Es funktioniert wie eine Art Verschnaufpause von dem aktuellen gesellschaftlichen Chaos, was uns umgibt.“

„Natürlich sind Katzenvideos die Inkarnation des Banalen“, sagt Bloggerin und Medientheoretikerin Annekathrin Kohout. Deswegen funktionierten sie auch so gut. „Denn es fordert nichts von einem ein.“ Auf der anderen Seite könne man „cat content“, also Inhalte mit Katzenbezug, als Kommunikationsinstrument nutzen. „Mit ,cat content kann man das sagen, was nicht zu ernst genommen werden soll, aber doch seinen Ausdruck finden muss. Alles, was sonst zu direkt oder sogar peinlich wäre.“ Der Hashtag #catcontent stehe inzwischen allgemein für Spam. Für die auf digitale Inhalte spezialisierte Publizistin Christiane Frohmann sind Katzenvideos „ein stabiles Massenphänomen“. Sie erklärt es so: „Es ist wie ein virtuelles Stück Schokolade. Immer wenn man zu viele schlimme Nachrichten aufnehmen musste, genehmigt man sich zwischendurch wieder etwas Nettes.“

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Erstellt:
19. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
19. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Februar 2016, 08:30 Uhr

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