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Rottenburger Brandursache ist weiterhin unklar

Ermittlungen zu Feuer in Flüchtlingsunterkunft laufen noch

Keine neuen Erkenntnisse – das ist der Stand der Untersuchungen zum Brand im Rottenburger Flüchtlingswohnheim in der Nacht zum Montag, 7. September. Die 25-köpfige Ermittlungsgruppe arbeite „weiter mit Hochdruck“, hieß es bei der Staatsanwaltschaft Tübingen.

14.09.2015
  • gef

Rottenburg. Bei dem Feuer im Containerwohnheim auf dem DHL-Gelände verloren 84 Asylbewerber ihre vorläufige Unterkunft. Sechs Bewohner erlitten dabei Verletzungen, hauptsächlich durch Rauchgasvergiftung oder in den Gelenken durch die Flucht per Sprung aus dem Fenster im Obergeschoss.

Es wurden – wie berichtet – keine Brandbeschleuniger gefunden und auch keine anderen Hinweise auf Brandstiftung. Das heißt aber nicht, dass ein krimineller Anschlag bereits ausgeschlossen werden könnte. Genauso wenig sind nach derzeitigem Stand aber technische Defekte oder von Bewohnern verursachte Entzündungen auszuschließen.

Was die technischen Defekte angeht, machen laut Nicolaus Wegele, dem Stellvertretenden Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Tübingen, die Sachverständigen gerade einen bundesweiten Abgleich, weil etwa Heizgeräte des gleichen Typs in solchen Container-Flüchtlingswohnheimen installiert sind. Mit Ergebnissen sei nicht vor Mittwoch zu rechnen.

Noch mehr Zeit nimmt laut Wegele die Befragung der rund 80 Bewohner in Anspruch. Zeugen von außerhalb gebe es nicht. Keine oder nur schlechte Englischkenntnisse der Flüchtlinge, zum Teil seltene Dialekte bei den Gambiern und allgemeine Verständnisprobleme machten es schwer, Aussagen korrekt einzuordnen.

Gerade das aber sei unerlässlich in einem Fall von solcher Brisanz. Deshalb würden Kriminalpolizei und Brandsachverständige „so gründlich wie nur möglich ermitteln“. Wegele: „Käme es zu einem Brand in einem Container-Wohnheim für Bauarbeiter auf einer Großbaustelle, hätte kaum jemand den Verdacht, dass es sich um einen Anschlag handelt.“

Aussagen wie die des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach, der sich über die sehr geringe Aufklärungsquote bei mehr als 300 Vorfällen in Flüchtlingsheimen in jüngster Zeit wundert, nannte Wegele „populistisch“. Politiker, die so etwas sagten, oder Journalisten, die das schrieben, hätten vermutlich noch keine Ermittlungsakte eingesehen.

Jedes Jahr gebe es Tausende von Straftaten, die nicht aufgeklärt werden können. Nur etwa 30 Prozent kämen überhaupt vor Gericht; in den anderen Fällen gebe es aus Beweismangel keine Aussicht auf eine Verurteilung.

Siehe auch Rottenburg/Ergenzingen: Zwei falsche Gerüchte zu Flüchtlingen 05.10.2015 Die Container waren besser · Umbau ist noch nicht abgeschlossen: Jetzt dient auch das frühere DHL-Hochhaus als Asylunterkunft 30.09.2015 Brand in Rottenburger Flüchtlingsunterkunft bleibt unaufgeklärt: Ermittler sehen keinen fremdenfeindlichen Hintergrund 21.09.2015 Rottenburger Brandursache ist weiterhin unklar : Ermittlungen zu Feuer in Flüchtlingsunterkunft laufen noch 14.09.2015 Rottenburg: Treppenhaus war zugestellt 09.09.2015 Demo anlässlich des Brandes der Rottenburger Asylunterkunft: Rund 300 Antifaschist(inn)en lautstark gegen Rechts 08.09.2015 Das Rottenburger Feuer begann im Treppenhaus: Von Brandstiftung im Flüchtlingscontainer bisher keine Spur 08.09.2015 Hilfe für die Ausgebrannten: Brand der Asylunterkunft: Bei aller Dramatik wird konzentriert gearbeitet 08.09.2015 Ursache für das Feuer von Rottenburg weiter unklar: Keine Brandbeschleuniger an der Asylunterkunft 08.09.2015 Kommentar: Spekulationen zum Brand in Rottenbrug: Analyse hilft bei der Erkenntnis 07.09.2015 Froh über ein Dach: Nach dem Brand sind die Flüchtlinge jetzt in der Kreissporthalle 07.09.2015 Rottenburg/Tübingen: Kleiderspenden nur ans Rote Kreuz: Flüchtlinge kommen in der Tübinger Kreissporthalle unter 07.09.2015 Flüchtlingsheim brannte: Sechs Asylbewerber verletzt / Brandursache noch unbekannt 07.09.2015 Rottenburg: Flüchtlinge kommen in Tübinger Kreisspaorthalle unter : Sechs Verletzte bei Brand in Asylbewerber-Unterkunft 07.09.2015 Brand wahrscheinlich im Innern des Containers entstanden: Fünf Verletzte bei Feuer in Rottenburger Flüchtlingsheim 07.09.2015 Brand in der Rottenburger Asylbewerberunterkunt: Fünf Menschen bei Feuer in Containersiedlung verletzt 07.09.2015 Rottenburger Flüchtlingsheim brannte: Sechs Asylbewerber verletzt · Brandursache noch unbekannt 07.09.2015

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14.09.2015, 12:00 Uhr
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