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Leipzig

Ermittlungen nach Randale

14.12.2015
  • DPA

Leipzig. Brennende Müllcontainer, zerschlagene Scheiben, viele Verletzte: Mutmaßliche Linksautonome haben in Leipzig erhebliche Schäden angerichtet. Am Rande einer Neonazi-Demonstration kam es am Samstag zu Straßenschlachten zwischen linken Gegendemonstranten und der Polizei. Vermummte warfen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper, die Beamten gingen mit Wasserwerfern und Reizgas vor. 69 Polizisten wurden nach Behördenangaben verletzt, 50 Dienstfahrzeuge beschädigt.

Die Beamten nahmen 23 Menschen vorübergehend in Gewahrsam. Sie waren am Sonntag alle wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft Leipzig leitete zahlreiche Verfahren wegen schweren Landfriedensbruchs ein, wie Behördensprecher Ricardo Schulz sagte. "Das war ein Gewaltexzess." Einige der Randalierer habe die Polizei ermitteln können. Die Ermittlungen richteten sich zunächst ausschließlich gegen die linksautonome Szene.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) nannte die Ausschreitungen "schockierend". "Das ist offener Straßenterror." Kriminelle diskreditierten den so wichtigen, friedlichen Protest gegen Neonazis.

Nach Ansicht von Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) verdeutlichten die Ausschreitungen, "wie extremistisch und rechtsstaatsfeindlich" die autonome Szene in Leipzig sei.

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14.12.2015, 08:30 Uhr
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