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Mosbach

Ermittler prüfen Beweismaterial aus Schlachthof

Bei der Durchsuchung eines Schlachthofs in Tauberbischofsheim haben Ermittler nach eigenen Angaben umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

16.02.2018

Von dpa/lsw

Ein Polizeiauto steht vor dem Schlachthof. Foto: Sina Schuldt dpa/lsw

Mosbach. «Die Auswertung wird längere Zeit in Anspruch nehmen», teilte die Justiz am Freitag in Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis) mit. Die Durchsuchung sei vom Amtsgericht auf der Grundlage von Anzeigen gegen Verantwortliche und Mitarbeiter der Firma sowie gegen das zuständige Veterinäramt angeordnet worden. An den Ermittlungen hatten am Donnerstag 20 Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei Tauberbischofsheim teilgenommen.

Das Agrarministerium in Stuttgart teilte mit, vor möglichen Schritten erst weitere Erkenntnisse abwarten zu wollen. «Derzeit laufen die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft und das Landratsamt des Main-Tauber-Kreises vor Ort. Sobald diese abgeschlossen sind und die Fakten auf dem Tisch liegen, wird das Ministerium das weitere Vorgehen festlegen», sagte ein Sprecher.

Anlass des von Amts wegen eingeleiteten Ermittlungsverfahrens waren der Staatsanwaltschaft zufolge Medienberichte sowie Anzeigen des Vereins «Soko Tierschutz» (Augsburg) und der Fast-Food-Kette McDonald's wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Demnach sollen Tiere vor der Schlachtung nicht ausreichend betäubt sowie nicht zugelassene Geräte eingesetzt und vor der Betäubung der Schlachttiere mehrfach massive und unnötige Gewalt angewendet worden sein.

«Vor nächster Woche wird es wohl keine Entwicklung geben», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Das bei der Durchsuchung gesammelte Material werde von einer Ermittlungsgruppe in Heilbronn ausgewertet.

Der Betrieb gehört zur Firma OSI mit Europa-Sitz in Gersthofen bei Augsburg, einem Lieferanten von McDonald's. Nach Sichtung von TV-Aufnahmen hatten die Behörden die Schließung des Hofs verfügt. Das Unternehmen bleibt nach Angaben des Landes bis auf Weiteres dicht. Auf dem Hof wurden laut Landratsamt täglich 200 Rinder geschlachtet.

Ein Polizeiauto steht vor dem Schlachthof. Foto: Sina Schuldt dpa/lsw

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Erstellt:
16. Februar 2018, 13:55 Uhr
Aktualisiert:
16. Februar 2018, 16:40 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Februar 2018, 16:40 Uhr

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