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Kleine Schritte in Krisenzeiten

Erleichterung nach dem ersten VfB-Heimsieg - Martin Schäfer neuer Chef des Aufsichtsrats

Ein Aufsichtsratsvorsitzender ist gefunden, der erste Heimsieg geschafft. In der Dauerkrise macht der VfB Stuttgart kleine Schritte, die vielleicht die Wogen glätten. Grantig bleibt der Trainer allerdings trotzdem.

20.10.2015
  • WOLFGANG SCHEERER

Stuttgart Ein richtig sattes Lob für Przemyslaw Tyton gab es in der Stuttgarter Arena nur vom Ingolstädter Trainer: "Wir sind an einem sehr, sehr starken Torhüter gescheitert", sagte Ralph Hasenhüttl nach dem 0:1 (0:0) des Aufsteigers. "Mentale Keule" nannte er den in der vierten Minute gehaltenen Strafstoß: "Damit baust du den Gegner auf und ziehst dich selbst runter."

Der Pole, zuletzt von den eigenen Fans ausgepfiffen und danach von Alexander Zorniger öffentlich infrage gestellt, machte auch über diese Szene hinaus sein bisher bestes Spiel im VfB-Trikot. Kommentar des eigenen Trainers: "Elfmeter gehalten, zu Null gespielt, fertig", sagte er knapp - und gereizt.

Dass Tyton erneut seine Chance bekommen würde, sei klar gewesen, behauptete Zorniger nach dem ersten Sieg im fünften Spiel vor eigenem Publikum. Dabei hatte er selbst den Eindruck erweckt, alternativ an den Einsatz des jungen Odisseas Vlachodimos zu denken. "Interessiert mich alles nicht, weil viele das Wissen nicht haben oder das sehen, was ich jeden Tag auf dem Platz sehe", sagte Zorniger grantig. Tyton selbst berichtete später etwas lockerer von einem guten Gespräch mit Zorniger unter der Woche: "Ich spüre sein Vertrauen."

Was beide verbindet: Tyton hat seine Position gefestigt, der Trainer ebenfalls. Im Fall der fünften Heimniederlage wäre Zorniger angezählt gewesen. Daniel Didavi hat das Hochkochen dieser Trainerdiskussion mit seinem Treffer in der 59. Minute verhindert. Dass es aller Wahrscheinlichkeit nach ein Abseitstor war, ändert nichts am Ergebnis: Das Aufatmen beim VfB ist groß.

Vielleicht geht es ja mit kleinen Schritten heraus aus der Krise. Zum zweiten Saisonsieg kam die nächtliche Nachricht des Vereins, dass ein Aufsichtsratsvorsitzender gefunden sei: Martin Schäfer, Manager beim Schrauben-Hersteller Würth ist Nachfolger Joachim Schmidts, der mit seinem Stellvertreter Eduardo Garcia zurückgetreten war, weil die Mitgliederversammlung die Entlastung verweigert hatte. Die anderen zwei verbliebenen Aufsichtsräte Hartmut Jenner und Wilfried Porth sind jetzt die Stellvertreter. In einer VfB-Mitteilung wird Schäfer so zitiert: "Präsident Bernd Wähler und der gesamte Vorstand haben unser vollstes Vertrauen, wir werden den eingeschlagenen Weg zusammen konsequent weitergehen."

Dass sieben Punkte aus den letzten vier Spielen einen positiven Trend bedeuten, muss die Mannschaft jetzt demonstrieren. Doch genau das könnte schwierig werden. Fast während des gesamten Spiels gegen den FC Ingolstadt hat sich gezeigt: Der VfB kann den Ausfall wichtiger Profis spielerisch nicht ausgleichen. Dass neben dem gesperrten Serey Dié (Gelb-Rote Karte) wohl weiterhin auch Kapitän Christian Gentner und Flügelstürmer Filip Kostic fehlen, die beide verletzt sind, macht die Aussichten der "Roten" fürs Auswärtsspiel am Samstag in Leverkusen nicht rosiger. Umso wichtiger ist ein zuverlässiger Torwart. Przemyslaw Tyton, 28, hat gezeigt, dass es bei ihm doch auch ohne Aussetzer geht, während Bremen, Hoffenheim und Augsburg verloren haben und damit jetzt hinter den Stuttgartern liegen.

Erleichterung nach dem ersten VfB-Heimsieg - Martin Schäfer neuer Chef des Aufsichtsrats
Hielt den Sieg fest: Torwart Przemyslaw Tyton mit VfB-Trainer Zorniger. Foto: Imago

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20.10.2015, 12:00 Uhr
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