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Testfahrt

Erholsame Strecke durch den Wald

Die Verbindung zwischen Böblingen und Stuttgart soll einer der ersten Radschnellwege des Landes werden. Schon jetzt ist der Zustand der Route durchaus ansprechend.

22.09.2017
  • RAIMUND WEIBLE

Böblingen. Nur der Einstieg ist schwierig. Bei der Ankunft am Bahnhof Böblingen schaut sich Paul Meyer vergeblich nach einem Hinweis auf den Radweg nach Stuttgart um. Auf dem Platz zwischen der Station und dem Einkaufszentrum Mercaden ist auch nach längerer Suche kein Radwegweiser zu finden – nur ein Schild des Albvereins mit Wanderwegszielen. Was der 79-jährige Meyer, der in Leinfelden-Echterdingen die Radsenioren-Gruppe des Schwäbischen Albvereins leitet, als einen echten Mangel empfindet. Die direkte Weiterfahrt verhindern dann Polizisten. Sie haben die Bahnhofsstraße abgesperrt. Wegen eines herrenlosen Koffers.

Die Entscheidung, die an der Bahnlinie entlang führende Talstraße zu wählen und über die Wolfgang-Brumme-Allee nach einem Kreisverkehr in die Friedrich-List-Straße einzubiegen, erweist sich als richtig. Dort ist ein Hinweisschild auf den Radweg nach Stuttgart angebracht, mit Entfernungsangabe: 17 Kilometer. Und von da an ist es kinderleicht, den Weg zur Landeshauptstadt zu finden.

„Die meisten Schilder sind ziemlich neu“, stellt Meyer fest, der durch seine Exkursionen die Gegend sehr gut kennt. Deshalb sind bis auf ein paar Ausnahmen die Schilder sehr gut lesbar. Spätestens ab der Stuttgarter Straße kommt dann auch ein richtig gutes Radwegs-Feeling auf. Der Weg ist bestens markiert, später führt er mit Abstand an der Straße entlang, stets in Richtung Panzerkaserne / Schönaich.

Dann allerdings heißt es aufpassen. Die Überquerung der viel befahrenen Panzerstraße ist gefährlich, gerade für Familien mit Kindern, da die Autos sich sehr schnell nähern. Es fehlt eine Furt.

Nach geglückter Überquerung ist wieder Entspannung angesagt auf einem Weg mit Splittbelag. Er mündet schließlich in die historische, denkmalgeschützte Panzerstraße mit ihrem Kopfsteinpflaster. Ein idyllischer Abschnitt, der auch Römerweg heißt und kilometerlang durch Wald führt. Der Erlebniswert der Strecke wird noch gesteigert durch zwei Rehe, die neugierig am Wegesrand stehen. Nach minutenlanger Fahrt in forstlicher Stille ist endlich wieder das Dröhnen von Verkehr vernehmbar. Es naht die Brücke über die A 8.

Kurz dahinter ist einer der höchsten Punkte der Stadt Stuttgart erreicht, wie Meyer anmerkt, die Rohrer Höhe. Von da an geht es fast nur noch bergab. Die lange Waldburgstraße führt durch Rohr in den Ortskern von Vaihingen. Die Beschilderung ist nach wie vor vorbildlich. Am Schillerplatz vorbei führt die Route auf die Kaltental-Abfahrt – eine Strecke, die Radfahrer lieben, die gern schnell bergabfahren.

Angekommen in Heslach, biegt Meyer in die Burgstallstraße ein, wo kein Radweg angelegt ist. Aber als es dann darum geht, die vielbefahrene Böblinger Straße zu überqueren, freut sich der gelernte Schriftsetzer Meyer über eine Einrichtung, mit der sich Radfahrer per Druckknopf die Vorfahrt erzwingen können – ein schöner Service.

Ab dem Marienplatz sind die Radfahrer gegenüber den Autofahrern privilegiert. Gut sichtbare Symbole kennzeichnen die Fahrradstraße, die sicher über die Tübinger Straße ins Zentrum führt.

Die Strecke Böblingen – Stuttgart soll zu einem der ersten Radschnellwegen des Landes ertüchtigt werden. Das Verkehrsministerium wird sich an den Kosten des Ausbaus beteiligen.

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22.09.2017, 06:00 Uhr
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