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Nahverkehr

Erhebliche Verzögerung bei der Hesse-Bahn

Landratsamt Calw rechnet erst 2023 mit dem Betriebsbeginn. Konfliktpartner führen Gespräche.

21.08.2019

Von DANIEL GRUPP

Romantisch wirkt die stillgelegte Strecke der Hesse-Bahn. Foto: avmediafactory

Renningen. Die Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn (HHB) bleibt ein Zankapfel zwischen den Beteiligten. Nachdem sich der Zweckverband HHB und das Verkehrsministerium des Landes mit Naturschützern über den Schutz der Fledermäuse, die in den Bahntunneln schlafen, geeinigt haben, werden jetzt wieder politische Konflikte deutlich.

Zudem ist der Zeitplan erheblich ins Rutschen geraten. Nannte Zweckverbandsgeschäftsführer Michael Stierle im März noch das Jahr 2020 als Starttermin für die Hesse-Bahn, geht das Landratsamt Calw jetzt von einem Betriebsstart im Jahr 2023 aus, teilte gestern Pressesprecherin Anja Härtel mit.

Das Land, der Landkreis und die Stadt Calw sowie die Gemeinden Althengstett und Ostelsheim wollen die vor 31 Jahren stillgelegte frühere „Württembergische Schwarzwaldbahn“ als HHB zwischen Calw und Renningen wieder flott machen. Einwände äußerten indes der Verband Region Stuttgart (VRS) und die Städte Weil der Stadt und Renningen (beide Kreis Böblingen). Der VRS und Renningen befürchten, dass die Reaktivierung den Ausbau der S-Bahn bis Calw behindert. Renningen hat Mitte Juli beim Verwaltungsgericht Klage gegen die Planung eingereicht. Hauptziel der Klage sei, Fristen zu wahren, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Faißt (Freie Wähler). Der neu gewählte Gemeinderat befasse sich erst im Herbst mit dem Thema und könne erst dann die Renninger Position festlegen.

Der Rathauschef macht kein Hehl daraus, dass er die Verlängerung der Hesse-Bahn bis Renningen für überflüssig hält. Weil der Stadt als Endhaltepunkt sei ausreichend. Dort könnten die Fahrgäste in die S-Bahnen umsteigen. Faißt verweist auf die nur eingleisige Strecke zwischen dem Renninger Teilort Malmsheim und Weil der Stadt. Da werde es ziemlich eng, wenn, wie geplant, neben der S-Bahn im 15-Minuten-Takt auch noch die Hesse-Bahn auf dem Gleis fahre. In einer zweiten Stufe soll ohnehin die S-Bahn bis Calw verlängert werden. Der Bürgermeister setzt darauf, dass in einem verabredeten Gespräch zwischen den Beteiligten, das das Verkehrsministerium moderieren werde, „eine gute Lösung“ gefunden wird. Weil der Stadt hat indes eine Klage zurückgezogen, da sich die Stadt mit dem Zweckverband über verschiedene Punkte geeinigt hat.

Inzwischen gehen die Planungen und auch die Bauarbeiten an der Trasse der HHB weiter. Die Infrastruktur werde so geplant, das eine Umstellung auf die S-Bahn problemlos möglich sein werde, versichert das Landratsamt Calw. Daniel Grupp

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Erstellt:
21. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
21. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. August 2019, 06:00 Uhr

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