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Tübingen

Erfundene Anfeindungen: Mitarbeiter verurteilt

Ein Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts in Tübingen hat Übergriffe von Tierschützern vorgetäuscht und ist dafür bestraft worden.

03.12.2015
  • dpa/lsw

Tübingen. Der Mitarbeiter habe wegen der erfundenen Straftat einen Strafbefehl erhalten und sei vom Tübinger Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden, bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin der Tübinger Staatsanwaltschaft einen Bericht des Fernsehmagazins «SternTV». Das Verfahren aus dem Jahr 2014 habe sich gegen eine verantwortliche Person der Geschäftsleitung des Instituts gerichtet. Es seien der Staatsanwaltschaft keine Gewaltdelikte von Tierschützern gegen Mitarbeiter des Instituts bekannt.

Wegen Tierversuchen war die Tübinger Forschungsanstalt im vergangenen Jahr massiv in die Kritik geraten. Es ging um Bilder, die ein Tierschützer mit versteckter Kamera gemacht haben soll. Im Film waren unter anderem Affen mit offenen Wunden zu sehen.

Hirnforscher Nikos Logothetis, der Direktor des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik, hatte nach monatelangen Anfeindungen und Bedrohungen von Tierschutzaktivisten erklärt, die Versuche an Primaten auslaufen zu lassen.

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03.12.2015, 13:46 Uhr | geändert: 03.12.2015, 12:00 Uhr
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