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Eon schreibt
Rekordverlust
Eon-Chef Johannes Teyssen verkündet einen Sparkurs. Foto: dpa
Energie

Eon schreibt Rekordverlust

Der Atomausstieg und Abschreibungen auf Kraftwerke verursachen einen Fehlbetrag von 16 Milliarden Euro.

16.03.2017
  • DPA

Essen. Der radikale Umbau von Eon (Essen) wegen der Energiewende kommt das Unternehmen und seine Mitarbeiter teuer zu stehen. Der Konzern meldete für 2016 einen Rekordverlust von 16 Mrd. EUR. Es ist einer der höchsten Fehlbeträge der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Konzernweit würden deshalb bis zu 1300 Arbeitsplätze wegfallen, davon rund 1000 in Deutschland, erklärte das Unternehmen. Mit dem internen Umbau sollten von 2018 an 400 Mio. EUR eingespart werden.

Die bevorzugte Einspeisung von Solar- und Windstrom mit der Energiewende hat branchenweit die Preise im Großhandel in den Keller rauschen lassen. Eon hatte deshalb seine Kraftwerks-Sparte Uniper als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht und musste im vergangenen Jahr darauf hohe Milliardenbeträge abschreiben. Hinzu kamen die Belastungen aus dem Atomausstieg, insbesondere durch die sogenannte Risikoprämie für den Atomfonds von 2 Mrd. EUR.

Im vergangenen Jahr summierte sich das Minus auf 16 Mrd. EUR, wie der Konzern mitteilte. 2015 hatte Eon einen Verlust von knapp 6,4 Mrd. EUR verbucht, 2014 waren es etwa 3,1 Mrd. EUR. Die Probleme des Unternehmens beruhten jedoch nicht nur auf politischen Rahmenbedingungen, es habe auch individuelle Fehler gegeben, räumte Vorstandschef Johannes Teyssen ein.

Er versprach den 43 000 Mitarbeitern einen sozialverträglichen Abbauprozess. „Wir müssen Eon maßgeblich verändern, aber wir werden dies mit einem Höchstmaß an Respekt gegenüber unseren Mitarbeitern machen“. Einen ausdrücklichen Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen gebe es nicht. Die Dividende soll von 0,50 EUR je Anteilsschein auf 0,21 EUR für das vergangene Jahr schrumpfen. Für das Jahr 2017 und darüber hinaus verspricht das Unternehmen, die Ausschüttung wieder anzuheben. Eon will bis zu 2 Mrd. EUR am Kapitalmarkt aufnehmen. Mit dem Geld will der Konzern die Risikoprämie aus dem Atomkompromiss finanzieren. dpa

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16.03.2017, 06:00 Uhr
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