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Flanieren und Feiern am Fluss

Entspannte Stimmung beim Neckarfest

Das 37. Rottenburger Neckarfest – ein sehr entspanntes Ereignis: Nicht zu heiß und nicht zu kalt, nicht zu voll, und doch stets lebendig. Lockere Stimmung, wenig Stress, überall gemütliche Ecken und viel freie Zeit. Dazu ein so vielfältiges Essensangebot, dass mancher gerne einen größeren Magen und/oder Geldbeutel dabei gehabt hätte. Ein Fest wie eine sanfte Brise übern Neckar.

24.06.2012

Von Ulrich Eisele & Martin Zimmermann

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Startschuss zum Rottenburger Neckarfest am Samstagmittag.

OB Stephan Neher zapft Freibier.

Beim Neckarfest immer sehr beliebt: Calvados aus der Normandie - mit oder ohne Crêpe - von französischen Freunden aus Lion sur Mer.

Die meisten hatten richtig getippt: Das Kanu mit dem gelben Team von den Beruflichen Schulen gewann das erste Rottenburger Nepomuk-Rennen.

Begegnungen der besonderen Art.

Ein Faltboot ist ein durchaus angemessenes Fahrzeug beim Neckarfest.

Beim Neckarfest trifft man alte Bekannte. Im Bild der ehemalige OB Klaus Tappeser im Plausch mit den Rottenburger Ordnungshütern.

Der Namenspatron auf seinem Logenplatz beim wirklich spektakulären ersten Nepomuk-Rennen.

Doch es gibt viele Plätze mit guter Sicht am Neckarufer.

Vor dem Start: Noch ist das Team Stadtverwaltung (in blau) zu spritzigen Späßen aufgelegt.

Und los!

Bitte einmal hinten rum.

Die drei Rottenburger Bürgermeister Stephan Neher, Volker Derbogen und Thomas Weigel in einem Boot.

Die drei Rottenburger Bürgermeister Stephan Neher, Volker Derbogen und Thomas Weigel neben einem Boot.

Die Konkurrenz kennt keine Gnade und zieht davon: Die Sponsoren Thomas Diez, Horst Klumpp und Albrecht Locher.

Zu Hilfe! Drei Bürgermeister über Bord!

Die Lebensretter sind schnell zur Stelle.

Aber die Rottenburger Verwaltungsspitze schafft es scchließlich aus eigener Kraft wieder aus dem Wasser.

Nass aber gut drauf.

Derweil ist aber das Team von der Landkreisverwaltung schon lange auf und davon: Thorsten Tront, Loachim Walter und Hans Messner.

Aber beim ersten Nepomuk-Rennen sind Andi Braun, Jens Geiger und Daniel Hartich, die Bootsbauer von der Berufschule, nicht zu schlagen.

Derweil beim Schänzle: Die Bambam-Band lässt ihre Fans hüpfen.

Und überhaupt gibt_APOSTROPHE_s für jeden Geschmack den richtigen Sound.

Harte Jungs auf der Jugenhaus-Bühne.

Lecker.

Ihr Kinderlein kommet.

Während die Jungen mal selbst den Wasserball spielen konnten ...

... flanierten viele Erwachsene über den legendären Rottenburger Neckarfest-Flohmarkt.

Flohmarkt beim Rottenburger Neckarfest.

Flohmarkt beim Rottenburger Neckarfest.

Flohmarkt beim Rottenburger Neckarfest.

Flohmarkt beim Rottenburger Neckarfest.

Flohmarkt beim Rottenburger Neckarfest.

Flohmarkt beim Rottenburger Neckarfest.

Flohmarkt beim Rottenburger Neckarfest.

Flohmarkt beim Rottenburger Neckarfest.

Samstag auf dem Rottenburger Neckarfest.

Französische Freunde.

Schiffsverkehr.

Männer am Neckar.

Nachmttags um fünf stürzten sich Tausende Teufles-Enten von der Josef-Eberle-Brücke in den Neckar.

Ein heißes Rennen, aber welche Startnummer liegt eigentlich vorn?

Die Feuerwehr nimmt die Sieger in Empfang.

Traditioneller Gesang von Esilio Falso beim Eiscafé Rossini in der Bahnhofstraße.

Rottenburg.

Gemütlichkeit am Ehinger Neckarufer.

Asiatisches.

Gegrilltes nach Balkan-Art

Ernest and the Hemingways auf der Show-Insel an der Josef-Eberle-Brücke.

Partiell Erleuchtete auf der Josef-Eberle-Brücke

Anlaufstelle Show-Insel

Ernest and the Hemingways auf der Show-Insel an der Josef-Eberle-Brücke.

Manche kamen in seltsamen Gewändern abends aufs Neckarfest.

Es geht rund auf dem Neckarfest.

Während nebenan Jack Jäggle mit Jackpot aufspielte ...

gab es hinterm Lärmschutzwall auf der Schänzlebühne Ska vom Feinsten mit Piracy aus Stuttgart.

Knackige Bässe der Skarockers ließen die (auch schon wieder ein bisschen gealterte) Jugend hüpfen.

Ein schweißtreibender Sommernachtstraum war der Piracy-Gig bei der Schänzle-Bühne.

Je später der Abend desto besser die Stimmung im Calvados-Stand der Franzosen aus Lion sur Mer.

Ein wirklich ausführliches Feuerwerk ließ den Nachthimmel über dem Neckarfest leuchten.

Chillout in der Lounge am Ehinger Neckarufer.

Der Festablauf ist nach 37 Jahren so eingespielt, dass Überraschungen rar sind auf dem Neckarfest. Da muss schon etwas inszeniert werden – wie in diesem Jahr das Kanadierrennen der Stadtverwaltung und der Beruflichen Schule, organisiert zur Gaudi mehrerer hundert Zuschauer, gesponsert von Rottenburger Institutionen und Firmen. Die „Rennboote“ wurden übers Schuljahr von 16- bis 17-jährigen Berufsschülern unter Anleitung ihres Lehrers Arno Segger gebaut (wir berichteten).

Am Samstagabend spielten Ernest and the Hemingways auf der Show-Insel an der Josef-Eberle-Brücke.

Sie lagen am Kai vor dem Nepomukhaus, vier stolze Kähne aus Bootsbausperrholz tänzelten kippelig auf dem Neckar, während das Fest den üblichen Anfang nahm: Pfarrerin Regina Fetzer und Dompfarrer Harald Kiebler sprachen geistliche Worte und den Segen, aus drei- bis vierhundert Kehlen erschallte „Nun danket all und bringet Ehr“. Oberbürgermeister Stephan Neher sprach launige Grußworte und klopfte den Spund mit drei wuchtigen Schlägen ins Fass. Freibier für alle in günstiger Ausgangsposition um die Bierquelle.

Der OB hatte den Mund etwas zu voll genommen. Als Sieger wollte er mit seiner Equipe aus der Regatta hervorgehen; tropfnass kehrte er mit den beiden Bürgermeistern Volker Derbogen und Thomas Weigel ins Ziel zurück – geschlagen von den drei anderen Teams vom Landratsamt mit Landrat Joachim Walter und dem Ersten Landesbeamten Hans-Erich Messner, dem Sponsoren-Boot und dem der Beruflichen Schule, das den ersten Platz belegte. Das Kanu der Stadtverwaltung schlug schon bei der ersten Wende um. Ohne Hilfe eines DLRG-Rettungsteams wären die drei Bürgermeister nie wieder an Bord gekrabbelt. Dennoch warmen Applaus fürs Durchhaltevermögen.

Beim Kanurennen ging die Stadtverwaltung baden.

300 Händler – mehr als im vergangenen Jahr – waren beim diesjährigen Flohmarkt. Durchwachsen fiel ihr Urteil aus. „Schlechter als in den Vorjahren“, war oft zu hören, einige fanden es aber auch „wie immer“. Viele gaben dem gleichzeitig stattfindenden Flohmarkt beim Tübinger Freibad die Schuld an schlechten Umsätzen. Auch in diesem Jahr gab es wieder einige Kuriositäten. Stände mit Zimmermannsbeilen etwa, Feldpostkarten mit den Liebesgrüßen eines Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, ghanaische Geldbeutel aus Kokosnüssen mit Reißverschluss, handgeschnitzte Löffel und Mörser aus Tunesien und Modepuppen. Kunsthandwerker mit hochwertigen Einzelstücken, etwa ein Goldschmied, meinten, das Festpublikum sei im Gegensatz zu reinen Kunsthandwerkermärkten kaum bereit, teurere Stücke zu kaufen.

Mit Rockklassikern wie „Smoke on the water“ heizte Jackpot dem Publikum im Schänzle-Park ein.

Für viele Bands, die in der Konzertmuschel spielten, ist das Neckarfest eine Art Familientreffen. Die Trash Metal- Band Dementia, deren Mitglieder aus Rottenburg stammen, inzwischen aber in verschiedenen Städten Baden-Württembergs wohnen, treffen sich seit über 15 Jahren jedes Jahr dort. Seit acht Jahren immerhin tritt die Stuttgarter Ska-Band „Piracy“ im Schänzle auf. Das Publikum vor der vom Jugendhaus veranstalteten Konzertbühne ist mittlerweile im Schnitt Anfang 30.

Nochmal zwanzig Jahre älter ist das Publikum der Cover-Rock-Veteranen von Jackpot, die am Samstagabend nebenan bei den Motorradfreunden mit Rockklassikern wie „Smoke on the water“ und „Locomotive Breath“ ihren Gig hatten. Jackpot war das erste Mal dabei. Für den Sänger war es ungewohnt, gegen die benachbarte Jugendhaus-Bühne anspielen zu müssen: „Ruhigere Nummern wie von Supertramp kann man vergessen.“

Viel Zulauf hatten auch die Musikvereine am Ende der Gartenstraße. Auf dem Bild spielt der Musikverein Seebronn.

In ihrem Publikum finden sich vier in schwarz gekleidete junge Erwachsene aus der Grufti-Szene. „Ich bin Visual Kei, das Mädchen ist Gothic Lolita und die beiden anderen sind Normalo Gothics“ erklärt ein 26-jähriger Archäologiestudent mit Barett, Skelett-Krawatte und zahlreichen Piercings die feinen Unterschiede der Szene, die es in Rottenburg allerdings nicht gebe: „Ich habe zum Neckarfest Verstärkung von Freunden aus Horb, Balingen und Tübingen geholt.“

Mit dem Zug sind zwei 20-jährige Azubis aus Hechingen gekommen. Wo sie die Nacht verbringen, wissen sie noch nicht: „Es ist ja warm. Zur Not übernachten wir im Vorraum der Kreissparkasse.“ Das Neckarfest ist für sie „jedes Jahr eine Pflichtveranstaltung.“

Seltene Stücke gab es auf dem Flohmarkt zwischen Schuh- und Gartenstraße, wo 300 Händler ihre Waren feilboten.

Teenager fühlen sich in der Nähe des Stauwehrs wohl. Dort ist eine Disco, und die Jugendlichen können sich Airbrush-Tattoos auf die Haut sprühen lassen. „Nach einer Woche gehen sie von alleine ab. Im Trend liegen chinesische Schriftzeichen“, sagt die 16-jährige Patrizia Lanz. An der gegenüberliegenden Seite übernachten vier Männer und eine Frau von der Einsatzbereitschaft der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG im Zelt. Sie sind bereit, Verunglückte aus dem Neckar zu ziehen, was in den vergangenen Jahren häufig nötig war. In diesem Jahr gab es bis auf die Bürgermeister beim Kanurennen niemand zu retten. Nebenan, beim Roten Kreuz, wird nicht übernachtet, sondern Schicht gearbeitet. Auch dort meldete man um Mitternacht noch eine ruhige Nacht.

Wenig zu tun hatte auch die Polizei: Lediglich kleineren Streitigkeiten der Besucher, die teilweise in Körperverletzungsdelikten endeten oder vorher durch schnelles Einschreiten verhindert wurden, standen anderntags im Polizeibericht. Während des Feuerwerks wurde ein 62-jähriger Rottenburger durch ein Feuerwerksteil am Kopf getroffen und musste mit einer Platzwunde in eine Tübinger Klinik behandelt werden.

Das Feuerwerk auf der Kepplerbrücke war von überall her gut zu sehen.

Eine halbe Stunde nach Mitternacht lichten sich am Samstagabend langsam die Reihen, an der Daiquiri-Bar der Heuberger Hexen am Schlachthof herrschte aber noch dichtes Gedränge.

Am Sonntagnachmittag sorgten die Schwabenrocker von Grachmusikoff noch einmal für einen Massenauftrieb im Schänzle und demonstriertet, wie man in Würde älter (und stattlicher) wird. Zehntausend Latzhosen, lila-türkis und neue Songs aus der Schussenrieder Vergangenheit. „To old to die young.“

Ruhiger ging es im Stadtgraben zu, wo das Familienbündnis Mokka Kreativspiele und Kindertheater anbot.

Massen drückten sich auch um die Bühne vor der Zehntscheuer, wo mehrere (Kinder-)Tanzgruppen, von den Griechen bis zur Ballettschule, ihre Auftritte hatten. Viel Zulauf hatte auch der Baisinger Musikverein an der Ecke Gartenstraße/Stadtlanggasse: Dort lockte Robert Hammer die Besucher mit der „Original Baisinger Bierkrugrutsche“ ins lauschige Gartenlokal. Ein Mal Maßkrug schieben ein Euro – wenn er unterm Zapfhahn landete, gab?s ein Freibier.

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Erstellt:
24. Juni 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
24. Juni 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2012, 12:00 Uhr

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