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Ludwigsburg

Entscheidung über E-Auto-Zellfertigung muss 2017 fallen

Die Entscheidung über eine mögliche Zellfertigung für Elektroauto-Batterien in Deutschland muss nach Einschätzung von Experten spätestens im kommenden Jahr fallen.

17.03.2016
  • dpa

Ludwigsburg. Man werde die Bundesregierung bitten, noch in diesem Jahr ein Branchentreffen einzuberufen, sagte der Vorsitzende der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), Henning Kagermann, am Donnerstag am Rande einer Veranstaltung des Autoverbands VDA in Ludwigsburg. Eine unternehmerische Entscheidung sei 2017 zu fällen, forderte Kagermann.

Zum jetzigen Zeitpunkt zweifelt die Branche an der Wirtschaftlichkeit einer solchen Produktion. Die Zellen für Batterieantriebe von E-Autos kommen vor allem von asiatischen Herstellern wie Panasonic oder LG. Nur die Batterien selbst bauen die deutschen Autobauer zusammen.

«Im Prinzip ist eine wirtschaftliche Zellfertigung in Deutschland möglich», sagte Kagermann. 2021 sei der Bedarf so hoch, dass sich der Markteintritt lohne. Die nächste Generation von Lithium-Ionen-Akkus sei zudem dann verfügbar, so die Schätzung der NPE. Für den Aufbau seien Investitionen von etwa 1,3 Milliarden Euro notwendig.

Das Produktionsvolumen könnte bis 2025 auf Batterien für 325 000 Elektroautos pro Jahr steigen. 2030 dürften sich die Kosten für den Aufbau amortisiert haben. In Produktion, Entwicklung und Vertrieb könnten 1050 bis 1300 Menschen Arbeit finden, im Umfeld könnten den Schätzungen zufolge zusätzlich 3100 Jobs entstehen.

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17.03.2016, 08:11 Uhr | geändert: 17.03.2016, 15:45 Uhr
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