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Porsche-Übernahme steht nicht auf Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag

Entscheidung kann sich weiter verzögern

Porsche und VW brauchen wohl noch länger, um ihre Zukunft zu regeln. Am Donnerstag geht es nur um den Einstieg Katars. Aktionärsschützer kritisieren das "Geschacher um Macht und Einfluss ".

21.07.2009
  • KAREN EMLER UND DPA, AP

Die Zukunft des Sportwagenbauers Porsche wird sich womöglich später entscheiden als angenommen. Wie aus Aufsichtsratskreisen von Porsche verlautet, steht am kommenden Donnerstag lediglich eine Lösung zur Entscheidung an, und zwar der Einstieg des Emirats Katar, den Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking forciert. Über die Option, VW bei Porsche einsteigen zu lassen, wie es VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch gerne sähe, wird der Porsche-Aufsichtsrat am 23. Juli nur informiert. Kippt die Katar-Lösung, stünde für die reguläre Aufsichtsratssitzung am 29. Juli womöglich die Verkaufsentscheidung an. Beide Wege haben letztlich zum Ziel, den nach wie vor profitablen Sportwagenbauer von seinen mehr als 9 Mrd. EUR Schulden zu befreien, die Porsche durch die versuchte Übernahme von VW angehäuft hat. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung " könnte die Übernahme Porsches noch an den Finanzbehörden scheitern. Bei dem Geschäft drohten bis zu 3 Mrd. EUR Ertragsteuern. Es werde nach Wegen gesucht, die Zahlungen zu vermeiden. Gelinge das aber nicht, dann "ist der Deal hinfällig ", heiße es in Aufsichtsratskreisen von Porsche. Mögliche Lösung sei die Gründung neuer Gesellschaften. Das Ringen zwischen VW und Porsche fällt selbst aus der Sicht erfahrener Aktionärsschützer "sehr weit aus dem Rahmen ". Ein Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), die viele freie Porsche-Aktionäre sowie VW-Aktionäre vertritt, sprach von einem "Geschacher um Macht und Einfluss ", garniert mit einem Schuss Industriepolitik. "Eine saubere Corporate Governance ist das jedenfalls nicht. " Corporate Governance steht für eine gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Ob es bei Porsche und VW aufgrund der Vielzahl von Einlassungen aus Aufsichtsratskreisen letztlich zu Verstößen gegen die "Ad-hoc-Publizitätspflicht " kursrelevanter Informationen gekommen ist, ließ der SdK-Sprecher offen. Die beiden Unternehmen seien "keine üblichen Aktiengesellschaften ". "Porsche ist trotz Börsennotierung ein Familienunternehmen ", da die Stammaktien in Händen der Familien Porsche und Piëch liegen, und die Vorzugsaktien, die frei am Markt sind, stimmrechtslos sind. Bei VW handelt es sich, "um ein staatlich beeinflusstes Unternehmen ". So sei es etwa schwierig, zu unterscheiden, ob Christian Wulff als Ministerpräsident Niedersachsens redet oder als VW-Aufsichtsratsmitglied. Sowohl Wulff als auch Piëch haben juristische Berater an ihrer Seite, die dies im Auge behalten.

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21.07.2009, 12:00 Uhr
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