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Nachdenken über eigenen OB-Bewerber

Entscheid der Bahnhofsgegner steht noch aus

Die Grünen müssen bei der OB-Wahl in Stuttgart Konkurrenz von den S-21-Gegnern befürchten. Als möglicher Kandidat gilt Hannes Rockenbauch.

08.03.2012

Von ROLAND MUSCHEL

Stuttgart Am 17. März findet im Stuttgarter Rathaus ein "Großer Ratschlag des Widerstands gegen Stuttgart 21" statt. Diejenigen, die weiterhin aktiv gegen den Bau des umstrittenen Tiefbahnhofs protestieren, wollen dabei diskutieren, wie es allgemein weitergehen soll - und wie sie sich speziell bei der OB-Wahl in der Landeshauptstadt im Oktober 2012 verhalten. "Der Wunsch und Druck, mit einem Kandidaten in den OB-Wahlkampf zu gehen, der für S-21-Gegner wählbar ist, wird groß sein", sagt Gangolf Stocker, einer der Protagonisten der Protestszene. Er selbst hält dieses Ansinnen für verständlich. "Wir hatten bei der Volksabstimmung in Stuttgart 48 Prozent der Stimmen", sagt Stocker. Bei der OB-Wahl schätzt er das Potenzial auf "um die 20 Prozent - das darf man eigentlich nicht liegenlassen."

Der Wunsch eines Teils der Tiefbahnhofgegner, zumindest im ersten Wahlgang einen Kandidaten ins Rennen um den obersten Posten im Stuttgarter Rathaus zu schicken, kommt einem Misstrauensvotum gegen den Kandidaten der Grünen gleich. Die Ökopartei will am 17. März - parallel zum "Großen Ratschlag" der S-21-Gegner - den Heidelberger Grünen-Bundestagsabgeordneten Fritz Kuhn offiziell zu ihrem OB-Kandidaten küren. "Für uns ist Kuhn keine Wahl", macht Stocker deutlich.

Doch noch ist keine Entscheidung über einen eigenen Kandidaten gefallen. "Wir müssen das Risiko, die nächste Niederlage zu organisieren, gegen die Chance wägen, einen echten Oben-bleiben-Kandidaten aufzustellen", sagt Hannes Rockenbauch, ein weiterer Protagonist des Protests. Der Stadtrat der Initiative Stuttgart Ökologisch Sozial (SÖS), der auch Stocker angehört, wird selbst als möglicher OB-Bewerber gehandelt. "Für die Entscheidung, ob ein Kandidat aus der Bürgerschaft antritt, brauchen wir ein offenes, transparentes Verfahren, bei dem ein Name am Ende steht, nicht am Anfang", sagt Rockenbauch. Erst müsse der Beweis erbracht werden, "dass die Leute das wollen, dass Inhalte da sind, dass etwas Langfristiges daraus entsteht".

Die Grünen hoffen indes, dass ihnen ein Konkurrent aus dem Lager der Tunnelbahnhofsgegner erspart bleibt. Schließlich sind sie auch dank ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem Milliardenprojekt bei der Kommunalwahl 2009 erstmals vor der CDU zur stärksten Fraktion im Stuttgarter Gemeinderat gewählt worden. Seit dem verlorenen Volksentscheid hat sich ein Teil des Protests allerdings von den Grünen abgewendet. Kuhn hat in Bezug auf Stuttgart 21 gesagt, es gelte nun "das Beste aus dem Schlechten" zu machen.

Stadtrat Gangolf Stocker: 20 Prozent Potenzial bei der OB-Wahl.

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Erstellt:
8. März 2012, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
8. März 2012, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. März 2012, 12:00 Uhr

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