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Tübingen · Sudhaus

Entdeckungen im Braukeller

Sudhaus-Umbau: Die Treppe zum Saal steht. Im Oktober soll eröffnet werden.

21.08.2019

Von wit

Eine Baugrube mit drei Ebenen: Ganz unten geht’s zu den Proberäumen, darüber auf die Hofebene, und noch ein Plateau höher wird der künftige Saal sein. Das Loch ist übrigens nicht
für einen Aufzug, sondern nur vorübergehend für den Kran gedacht. Bild: Ulrich Metz

Schon das Ausheben der Baugrube habe „Laune gemacht“, berichtet Sudhaus-Geschäftsführer Adalbert Sedlmeier: Dank GPS wusste der Baggerführer „auf zwei Zentimeter genau, wo seine Baggerschaufel ist“.

Durch diese Gasse muss sie kommen: Viel Platz hatte der Spezialkran für die vorgegossene Betontreppe nicht.Bild: Ulrich Metz

Solch Präzision war auch letzte Woche gefragt, als die vorgefertigte Betontreppe, die zum neuen Konzertsaal führen wird, in den Schacht eingepasst werden musste. Sie war sehnlichst erwartet worden. Denn erst jetzt können andere Gewerke durchstarten, damit der Eröffnungstermin im Oktober gehalten werden kann, vermeldet Sedlmeier erleichtert.

Maßarbeit: Ein neues Treppenteil wird zentimetergenau eingepasst. Bild: Ulrich Metz

Sedlmeier ist (neben dem Architekten) eine Art inoffizieller Bauleiter auf der Sanierungsfläche, mit der auch die Zukunftsfähigkeit des Sudhauses festgeklopft werden soll. Vor bald 30 Jahren war er bereits beim ersten Sudhaus-Umbau dabei, als – nach einem Intermezzo als Möbelfabrik – aus der aufgelassenen Brauerei ein Kultur- und Gewerbezentrum wurde. Sedlmeier weiß also, wo viele der Leitungen verlaufen, ihn kann man nach fast allem fragen.

Der alte Eingangsbereich. Bild: Ulrich Metz

7,1 Millionen Euro sind mittlerweile für den54 Umbau samt neuem Saal veranschlagt, und Sedlmeier hat „noch keine neuen Horrornachrichten gehört“. Doch der Kassensturz erfolgt später, und vor Überraschungen war man auf der Großbaustelle mit der Altsubstanz aus 200 Jahren Baugeschichte nie sicher. „Wir konnten die Ziegelsteine manchmal mit der Hand rausziehen.“ Doch wenn etwa in den Katakomben historische Rundbögen aus Pfrondorfer Sandstein zum Vorschein kamen, die nicht ins städtische Budget-Korsett eingepreist waren, retteten die Sudhäusler die erhaltenswerte Substanz eben in zusätzlicher Eigenleistung.

Die Konstruktion in der Bildmitte sieht abenteuerlich aus, ist aber wohl stabil: ein Blick in den bisherigen Saal, der in Zukunft Foyer sein wird. Bild: Ulrich Metz

Sedlmeier fiebert jetzt der Eröffnung entgegen. Am 11. Oktober soll’s soweit sein, zu den Jazz- und Klassiktagen. Ein halbes Jahr später wird nochmal geschlossen für den nächsten Bauabschnitt. Im Herbst 2020 soll dann alles fertig sein.

Adalbert Sedlmeier und sein Sudhausteam haben die alten Brauereiwände und -bögen in Eigenarbeit freigelegt, um den Charakter dieses alten Gebäudeteils zu erhalten. Bild: Ulrich Metz

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Erstellt:
21. August 2019, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
21. August 2019, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. August 2019, 01:00 Uhr

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