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Eningen

Eninger Lindenhof muss die Ziegenherde töten

Wegen Zoonose werden hundert Tiere eingeschläfert / Die Infektionskrankheit ist auf den Menschen übertragbar

17.07.2009

Zwei Eigenschaften zeichnen die Dahlem-Cashmere-Ziege aus – ihre Milch und ihre ergiebige Wolle. Der Eninger Lindenhof hat sich mit seinen Forschungsprojekten dazu weltweit einen Namen gemacht, doch jetzt muss die ganze Herde gekeult werden. Die Herde ist an Zoonose erkrankt, einer auf den Menschen übertragbaren Infektionskrankheit.

Genaueres lässt sich nach Auskunft von Leopold Peitz, dem akademischen Leiter des Eninger Lindenhofs, noch nicht sagen. So viel aber doch: „Wir haben ein ernsthaftes Problem und nach Absprache mit dem Veterinäramt keine andere Möglichkeit.“ Der „durchgehend durchseuchte“ Ziegenbestand wird nun eingeschläfert, „gesondert entsorgt“ und bei einer Tierkörperbeseitungsanstalt verbrannt. Offenbar ist diese Art von Zoonose so ansteckend, dass danach sogar die Fahrzeuge desinfiziert werden müssen.

An Schlachten oder Verkauf, wie es sonst nach Ablauf einer Versuchsphase der Fall ist, sei auf keinen Fall zu denken. Interessenten, die sie als gesunde Tiere übernommen hätten, müssen dieses Mal enttäuscht werden. (bus)

Eninger Lindenhof muss die Ziegenherde töten
Wegen Zoonose, einer auf den Menschen übertragbaren Infektionskrankheit, müssen hundert Ziegen eingeschläfert werden.

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17.07.2009, 12:00 Uhr
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