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Verschleppung

Eltern und Onkel müssen nicht in Haft

Nach Absprache mit den Angeklagten lässt das Gericht den Vorwurf der Geiselnahme fallen.

03.02.2018
  • DPA

Stuttgart. Wegen der Verschleppung einer jungen Frau in die Türkei hat das Stuttgarter Landgericht ihren Onkel und ihre Eltern zu Bewährungsstrafen verurteilt. Die Eltern kamen wohl mit dem Lebensstil ihrer Tochter nicht zu Recht, wie der Richter gestern erklärte. Der Onkel passte die damals 22-Jährige dann im Jahr 2011 in Stuttgart ab, gab ihr einen Eistee mit Schlafmittel und brachte sie zusammen mit dem Vater gegen ihren Willen im Auto nach Ostanatolien. Die Frau wurde im Haus ihrer Großmutter festgehalten und heiratete dort. „Es war keine Zwangsheirat“, betonte der Richter.

Der Onkel und der Vater wurden zu jeweils zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Die Mutter zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Die Anklage hatte für die beiden Männer jeweils drei Jahre Gefängnis, für die Mutter zweieinhalb Jahre Haft beantragt. Die Anwälte stellten keinen konkreten Strafantrag, sprachen sich aber für Bewährungsstrafen aus.

Der Richter sagte, die Eltern hätten den Freund ihrer Tochter nicht akzeptiert. Danach sei diese ins Frauenhaus geflüchtet. „Sie wollte aus der Obhut ihrer Eltern raus.“ Zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung gab es zuvor ein Gespräch über das Strafmaß. Daraufhin räumten die Angeklagten über ihre Anwälte den Vorwurf ein. Im Gegenzug erklärte die Strafkammer, Bewährungsstrafen zu prüfen. Der Vorwurf der Geiselnahme wurde fallengelassen und die Anklage auf gefährliche Körperverletzung beschränkt. dpa

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03.02.2018, 06:00 Uhr
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