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Selbstjustiz in Aachen

Eltern töten vermeintlichen Kinderschänder

Hinter einem Facebook-Kontakt seiner Tochter vermutete ein Paar einen Kinderschänder - und brachte den Mann laut Anklage um. Deshalb steht ein Ehepaar von heute an in Aachen (Nordrhein-Westfalen) vor Gericht.

09.02.2016
  • DPA

Aachen. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die Eltern den 29-Jährigen erstochen haben, weil er die Zwölfjährige auf Facebook angeschrieben hatte. Laut Anklage hatte er das Mädchen für ein Treffen "unverfänglich" angeschrieben.

Die Eltern hätten wohl gedacht, der Mann habe bewusst Kontakt zu einem Kind aufgenommen und vermuteten auf seinem Handy Fotos ihrer Tochter. Tatsächlich sei der Kontakt zwischen dem Mann und dem Mädchen sehr schnell versandet, teilten die Ermittler mit.

Mithilfe einer Bekannten sollen die Eltern den Mann auf einen Feldweg gelockt und ihn erstochen haben. Dazu habe die Bekannte des Ehepaars über das Internet Kontakt zu dem 29-Jährigen aufgenommen. Sie habe sich mit ihm verabredet und ihn auf den Feldweg gelockt.

Ein weiterer Mitangeklagter soll auf die Kinder des Paares aufgepasst haben. Die Bekannten sollen davon ausgegangen sein, dass das Opfer verletzt werden sollte. Sie sind der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung angeklagt.

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09.02.2016, 08:30 Uhr
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