Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Recycling

Elektroschrott: Durchwachsene Zwischenbilanz

Seit einem Monat müssen größere Geschäfte Elektroschrott zurücknehmen – und das ohne Kassenzettel. Wie gut klappt das? Es geht so.

26.08.2016
  • DPA

Berlin. Seit einem Monat gilt: Die Deutschen dürfen ihre ausgedienten Elektrogeräte beim Händler abgeben – vorausgesetzt, das Geschäft hat 400 Quadratmeter Verkaufsfläche für Elektrogeräte. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat 45 Händler getestet und erhebt Vorwürfe: „Die Mehrheit informiert die Verbraucher nicht oder fehlerhaft, erschwert die Rückgabe alter Geräte durch zusätzliche Kosten, lange Wartezeiten und einen hohen Packaufwand oder nimmt sie gar nicht zurück.“ Gegen Ikea und Amazon geht die DUH bereits vor, beide Unternehmen weisen die Vorwürfe zurück.

Auch bei der Verbraucherzentale Nordrhein-Westfalen sind schon Beschwerden eingegangen. Zum Beispiel habe jemand eine Waschmaschine bestellt und der Lieferdienst habe das alte Gerät nicht mitnehmen wollen, sagt Umwelt-Experte Philip Heldt. Andere Beschwerden seien nicht berechtigt gewesen.

Und die andere Seite? Der Handel sieht kein Problem. Etwa 9000 größere Geschäfte nähmen schon seit Jahren freiwillig Elektrogeräte zurück, als Service für die Kunden, sagt Kai Falk vom Handelsverband Deutschland (HDE).

Zurücknehmen müssen Händler kleine Geräte bis 25 Zentimenter Kantenlänge auch ohne einen Neukauf. Für größere Waren gilt der sogenannte 1:1-Umtausch – der Kunde kauft eine Spülmaschine und gibt die alte zurück.

Vor allem Online-Händler hatten das neue Elektro-Gesetz kritisiert, da bei ihnen statt der Verkaufsfläche die Regalfläche entscheidet. „Es herrscht weiter höchstes Unverständnis über das Gesetz, wer betroffen ist, wie man reagieren, was man anbieten muss“, sagt der Präsident des Bundesverbands Onlinehandel, Oliver Prothmann.

Schlechte Noten für den Handel gibt es auch von den Recycling-Unternehmen. Die neue Gesetzgebung werde vom Handel und Online-Handel „weitgehend ignoriert“, kritisiert der Chef des Branchenverbandes BDE, Peter Kurth. Anzeigen würden daher zunehmen. „Viele Händler wollen anscheinend erst einmal abwarten, ob die Verpflichtung überhaupt kontrolliert wird.“

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

26.08.2016, 06:00 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Kennen Sie Tübingen? (5) Viertel mit „abseitiger Lage“
Millionen Rindviecher, Alpinisten und schwäbische Rentner Acht Dinge, die Sie im Allgäu tun sollten*
Uschi Kurz über ihren ertragreichen Apfelbaum Überaus dankbar – aber druckempfindlich
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular