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Wettstreit der sechs Spitzenkandidaten

Elefantenrunde ohne Sieger

In der "Elefantenrunde" im SWR versuchten die Spitzenkandidaten von CDU, Grünen, SPD, FDP, AfD und Linken am Donnerstagabend, möglichst viele Wähler zu überzeugen. Im Fokus stand die Flüchtlingskrise.

11.03.2016
  • ROLAND MUSCHEL

Stuttgart. Die Debatte läuft schon einige Minuten, da wird es CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf zu bunt: Man solle jetzt mal über Landespolitik reden, "nicht so viel über die AfD, das wäre sinnvoller". Er muss sich dann aber noch länger gedulden. Die ersten 35 Minuten der Elefantenrunde des SWR mit den Spitzenkandidaten der sechs größten Parteien im Land, Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne), seinem CDU-Herausforderer Wolf, Nils Schmid (SPD), Hans-Ulrich Rülke (FDP), Jörg Meuthen (AfD) und Bernd Riexinger (Linke) drehen sich um die Flüchtlingskrise und deren wahrscheinlichem politischen Hauptprofiteur, die AfD.

Der von den SWR-Moderatoren Stephanie Haiber und Clemens Bratzler moderierte Schlagabtausch hat seine munteren Momente, etwa als Schmid seinem Gegenüber am runden Stehtisch, Rülke, auffordert: "Nehmen Sie den Finger runter." Größtenteils aber füllen alle ihre eingeübten Rollen aus: Kretschmann lobt Kanzlerin Angela Merkel als "erfahrende Krisenmanagerin". Wolf entgegnet, dass es zu wenig sei, Merkel zu verstehen, Kretschmann müsse sie auch unterstützen. Schmid spricht sich gegen "nationale Alleingänge" aus, Riexinger plädiert dafür, Notleidenden zu helfen. Rülke wirft der Kanzlerin "falsche Signale" und Grün-Rot "Versagen" vor, während Meuthen einen "Kontrollverlust" beklagt.

Per Einspieler konfrontiert der Sender Meuthen mit Aussagen von AfD-Politikern, die Negativschlagzeilen gemacht haben. "Herr Meuthen, nehmen Sie doch auch mal für etwas Verantwortung", fordert Kretschmann. "Sie auch", kontert der vom Rest der Runde hart kritisierte AfD-Chef.

Kretschmann und Schmid hatten nach einigem Hin und Her nur zugestimmt, mit Meuthen aufs Podium zu gehen, wenn auch das Thema Rechtsextremismus eine Rolle spiele. So spiegelte die Elefantenrunde die Krux dieses Wahlkampfs wieder: Sie drehte sich viel um die Flüchtlingskrise und die Einstufung der AfD - was zur Folge hat, dass die Felder, auf denen der Landtag am meisten Entscheidungskompetenzen hat, in den Hintergrund treten. Die kamen in der 90-minütigen Sendung aber auch zur Sprache.

Polizei, Schulen, Wirtschaft, Straßenbau: In der zweiten Hälfte der Debatte konnten Kretschmann und Wolf, die sich laut Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Vorteilen für den Grünen liefern, Akzente setzen. In der ersten Hälfte hatten Rülke und Schmid mit ihrer Angriffslust mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen, Meuthen war sie schon durch die Themensetzung gewiss. Einen klaren Sieger hatte die Debatte nicht.

Die publikumswirksame Elefantenrunde gilt als eine Art inoffizielles Finale des Landtagswahlkampfs: Es war, nur wenige Tage vor dem Urnengang an diesem Sonntag, die letzte Möglichkeit für die Kandidaten, sich in der Runde der relevanten politischen Widersacher vor einem großen Publikum in Szene zu setzen. Am 13. März sind 7,7 Millionen Baden-Württemberger aufgerufen, ihre Stimme für den nächsten Landtag abzugeben.

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11.03.2016, 08:30 Uhr
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