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Eiskalt erwischt
Dreimal siegte Maria Scharapowa beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart, nach ihrem Doping-Geständnis wird sie in diesem Jahr fehlen. Foto: afp
Scharapowas Doping-Geständnis trifft auch Werbepartner Porsche

Eiskalt erwischt

Die Markenbotschafterin Maria Scharapowa sollte das große Zugpferd für den Stuttgarter Tennis Grand Prix sein. Nach ihrem Aus bauen die Veranstalter auf einen anderen Publikumsliebling aus dem eigenen Stall.

10.03.2016
  • ARMIN GRASMUCK

Indian Wells. Die gebuchte Suite im noblen Hotel La Quinta Resort ist leer geblieben. Maria Scharapowa hat ihren Auftritt bei dem hochdotierten Tennisturnier in Indian Wells abgesagt. Absagen müssen. Nach ihrem offenen wie spektakulären Geständnis, zu Jahresbeginn des Dopings überführt worden zu sein, konnte sie sich den Trip in die kalifornische Wüste ohnehin sparen. Sie ist vorerst und bis auf Weiteres gesperrt und von dem Spielbetrieb ausgeschlossen.

Scharapowas schlechte Nachrichten treffen auch einen schwäbischen Partner ins Mark: Porsche beschäftigt die charismatische Russin seit drei Jahren als Markenbotschafterin. Sie sollte auch das große Zugpferd für den Porsche Tennis Grand Prix sein, der von 16. bis 24. April in Stuttgart ausgetragen wird.

Um gemeinsam mit Scharapowa die entsprechenden Werbemaßnahmen für das traditionsreiche Turnier in der Landeshauptstadt einzuleiten, hatten die Autobauer eigens eine Delegation nach Indian Wells abgesandt. Doch an dem Tag, an dem das Showmatch für den Sponsor unter der Sonne Kaliforniens geplant war, legte Scharapowa rund 180 Kilometer weiter westlich in einem schnöden Konferenzsaal mitten in Los Angeles ihr Geständnis ab. "Wir lassen Maria nicht fallen, aber die Aktivitäten mit ihr ruhen im Moment", sagt Viktoria Wohlrapp, die Leiterin von Porsches Sportkommunikation. "Wir warten ab, zu welchem Ergebnis die Untersuchung kommt." Wohlrapp ist bei dem Autohersteller die erste Ansprechpartnerin, wenn es um die Werbeaktivitäten mit Scharapowa geht. Sie hatte in Indian Wells mehrere Termine mit der bestbezahltesten Sportlerin der Welt vereinbart, den Tennisplatz auf der Hotelanlage reserviert. Doch selbst sie hegte keinen Verdacht, als sie von der am Montag relativ spontan anberaumten Pressekonferenz erfuhr.

Nach dem Doping-Geständnis ist klar, dass Scharapowa, die das Turnier in Stuttgart bereits dreimal gewonnen hat, diesen April in der Porsche-Arena fehlen wird. Die Veranstalter sind jedoch davon überzeugt, dass sie den prominenten Ausfall über ihr traditionell ausgesprochen hochwertiges Starterfeld kompensieren können. Acht der besten zehn Spielerinnen der Welt werden in Stuttgart aufschlagen. Neben Scharapowa fehlt nur Serena Williams, die krachende Amerikanerin. "Es ist fast schon Luxus, so viele Top-Ten-Spielerinnen zu haben", sagt Markus Günthardt.

Der Turnierdirektor traut Angelique Kerber zu, die Rolle des Publikumslieblings einnehmen zu können. "Unseren Zuschauern eine deutsche Grand-Slam-Siegerin präsentieren zu können, das haben wir uns immer gewünscht", so erklärt Günthardt. "Dazu ist Angelique die Titelverteidigerin. Ich bin sicher, es wird für sie eine triumphale Rückkehr in die Porsche-Arena werden."

Kerber, frischgebackene Siegerin der Australian Open, steht seit vergangenem Jahr ebenfalls als Markenbotschafterin der Stuttgarter Autobauer unter Vertrag. "Ein Finale mit Angelique Kerber wäre natürlich ein Traum, auch für unsere Zuschauer", so Günthardt. "Das sage ich bei aller Neutralität, der ich als Schweizer und Turnierdirektor verpflichtet bin. Doch bis dahin ist es ein weiter und harter Weg."

Mit Scharapowa können die Stuttgarter wohl erst im nächsten Jahr wieder planen. Es hängt von den internationalen Sportgerichten ab, wie es mit ihr weitergeht.

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10.03.2016, 08:30 Uhr
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