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Einsame und Kämpfer für Gerechtigkeit
Hoffen auf den „Löwen“ für „Angels Wear White“: Schauspielerin Zhou Meijun (links) und Regisseurin Vivian Qu. Foto: afp
Filmfestival in Venedig

Einsame und Kämpfer für Gerechtigkeit

Heute werden in Venedig die „Löwen“ verteilt. Was schon feststeht: Es war ein starker Wettbewerb.

09.09.2017
  • DPA

Venedig. Viele Beiträge zum Filmfestival in Venedig haben sich in den vergangenen Tagen an den Herausforderungen und Krisen unserer Zeit abgearbeitet. Einsame und verzweifelte Menschen standen dabei genauso im Mittelpunkt wie der Kampf um Gerechtigkeit und politische Gleichberechtigung. Es ist noch völlig offen, welcher der 21 Beiträge heute Abend als bester Film mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wird. Zu den Favoriten zählt „The Insult“ von Ziad Doueiri, der anhand der Eskalation einer Lappalie im libanesischen Beirut viel über die Entstehung gewalttätiger Konflikte offenbart.

Vivian Qu, die einzige Regisseurin, prangert in „Angels Wear White“ Korruption und (Macht-)Missbrauch in China an. Auch der Ire Martin McDonagh thematisiert in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ politische Missstände wie Polizeiwillkür und Rassismus.

Viele US-Produktionen haben in Venedig die stärksten Eindrücke hervorgerufen. Möglicherweise gehören daher heute auch die neuen Filme von Darren Aronofsky und Guillermo del Toro zu den Preisträgern. Der „Black Swan“-Regisseur Aronofsky polarisierte mit seinem philosophisch beladenen „mother!“, während del Toro mit seinem Märchen „The Shape Of Water“ eine bildgewaltige Fantasie erschuf.

Festivalleiter Alberto Barbera stellte allerdings einen insgesamt so starken Wettbewerb zusammen, dass es durchaus auch andere Beiträge gibt, die am Ende von der Jury um die US-Schauspielerin Annette Bening ausgezeichnet werden könnten. So schuf etwa Alexander Payne mit „Downsizing“ eine originelle Geschichte um die geschrumpften Stars Matt Damon und Christoph Waltz, und George Clooney lieferte mit „Suburbicon“ eine Groteske über Rassismus in den USA.

„Human Flow“, der Beitrag des chinesischen Starkünstlers Ai Weiwei, enttäuschte viele als zwar komplexe, aber doch eher oberflächliche Überblicks-Dokumentation über die vielen Flüchtlingskrisen derzeit. Gerade bei US-Kritikern schien die deutsche Koproduktion dennoch gut anzukommen. dpa

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09.09.2017, 06:00 Uhr
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