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Einfach in die Blumen . . . 
Foto: Faltazi
Sauberkeit

Einfach in die Blumen . . . 

Wildpinkler sind in vielen Städten ein Problem. Frankreich testet jetzt Öko-Urinale.

24.03.2017
  • PETER HEUSCH

Paris. Wildpinkler sind ein Ärgernis, dem offenbar nur schwer beizukommen ist. In Paris wurde nun ein weiterer Versuch gestartet, Männern mit einem unwiderstehlichen Harndrang die Unsitte abzugewöhnen, ihre Blase einfach an Gebäudemauern, Alleebäumen oder in Hauseingängen zu entleeren. Die Idee: Wildpinkler sollen dank neuer Öko-Pissoirs dazu gebracht werden, lieber Blumen zu düngen als streng riechende Urinlachen auf den Bürgersteigen zu hinterlassen.

„Uritrottoir“ heißen die beiden knallroten und großen Blumenkübeln ähnelnden Pinkelbecken, die vor wenigen Wochen am Pariser Bahnhof „Gare de Lyon“ aufgestellt wurden. Die von dem französischen Designbüro Faltazi entwickelten Behälter bestehen aus zwei Teilen. Der obere enthält einen Nährboden, aus dem Thymian und Rosmarin wuchern. Darunter befindet sich ein Reservoir, dessen Boden mit einer Schicht aus Streu und Sägespänen bedeckt ist. Sie wird durch Harnzufuhr in Kompost verwandelt und neutralisiert gleichzeitig den Uringeruch,

240 Liter können die Öko-Pissoirs aufnehmen, was in etwa 600 Toilettengängen entspricht. Ist die maximale Füllmenge erreicht, übermittelt ein Sender der Bahnhofsverwaltung automatisch, dass eine Entleerung fällig ist. Derzeit befinden sich die „Uritrottoirs“ noch in der Testphase, doch im Falle eines schlüssigen Ergebnisses will die staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF ihre Stückzahl rings um alle Pariser Bahnhöfe rasch erhöhen.

Der Preis der „Uritrottoirs“ von 3000 Euro rechnet sich laut der SNCF, wenn dank ihnen tatsächlich Reinigungspersonal eingespart werden kann. Mit anderen Worten: Wenn die Wildpinkler auf das neue Angebot anspringen und künftig wirklich in die Blumenkübel und nicht an die nächste Ecke pissen. Denn das konnte ihnen bislang noch nie abgewöhnt werden, obwohl in der Seine-Metropole auf solch „unzivilisiertes Verhalten“ ein Bußgeld von 180 Euro steht.

Dass das Pilotprojekt im Pariser Rathaus aufmerksam verfolgt wird, gilt schon deswegen als gewiss. Derweil hat die Stadtverwaltung von Nantes bereits angekündigt, die in doppelter Hinsicht umweltfreundlichen Pissoirs ebenfalls testen zu wollen. Weitere Städte dürften folgen – Cannes, Lausanne und London jedenfalls haben ihr Interesse schon angemeldet.

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24.03.2017, 06:00 Uhr
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