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Notfall

Eine Horrorfahrt im Reisebus

Der Fahrer erleidet einen Schlaganfall. Der Doppeldecker kann erst nach 16 Kilometern gestoppt werden.

03.02.2018

Von HANS GEORG FRANK

Backnang. Die Skiausfahrt der Gewerblichen Schule in Backnang (Rems-Murr-Kreis) ist zu einer Horrortour geraten. Der Busfahrer erlitt offenbar direkt beim Start einen Schlaganfall. Er konnte den Doppeldecker zwar noch einigermaßen lenken, war jedoch länger als eine Viertelstunde nicht mehr ansprechbar. Für die Polizei ist die Beinah-Katastrophe „sehr kurios“. „Man muss von Glück sprechen, dass der Bus nicht mit Tempo 80 gegen eine Brücke gedonnert ist“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen der SÜDWEST PRESSE.

Die 67 Schüler und sieben Lehrer wollten gestern um 6 Uhr zum Skifahren und Rodeln ins 330 Kilometer entfernte Brandnertal in Vorarlberg (Österreich). „Da sind wir schon seit vielen Jahren“, erklärte Isolde Fleuchaus, Rektorin der Bildungseinrichtung mit 1600 Schülern. Als der Bus starten wollte, fiel einem Lehrer auf, dass die seitlichen Gepäckklappen geöffnet sind. Der Fahrer habe „nicht auf Ansprache reagiert, fahre immer weiter“, teilte der Lehrer per Notruf der Polizei mit.

Ohne jede Reaktion

Im Bus versuchten Passagiere, das Fahrzeug zu stoppen. Die Einwirkungsmöglichkeiten auf den Fahrer seien jedoch minimal gewesen, sagte der Polizeisprecher. Auch die Hupzeichen aufmerksamer Autofahrer blieben ohne Wirkung. Eine Polizeistreife entdeckte den Doppeldecker auf der Bundesstraße 14 bei Winnenden. Aber auch ihre Aufforderung „Bitte folgen“ und das Blaulicht wurden nicht beachtet. Mit 60 bis 80 Stundenkilometer sei der Bus weiter in Richtung Stuttgart gerollt, heißt es im Polizeibericht.

Erst an der Ausfahrt Waiblingen/Mitte reagierte der Fahrer. Er brachte den Bus auf dem Verzögerungsstreifen zum Stehen. Ein Lehrer zog die Bremse, um ein Wegrollen zu verhindern. So endete die Schreckensfahrt nach rund 16 Kilometern. Der Busfahrer, dessen Alter die Polizei nicht nannte, sei notärztlich versorgt und in eine Klinik gebracht worden. Hans Georg Frank

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Erstellt:
3. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
3. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 3. Februar 2018, 06:00 Uhr

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