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Sprachliches Mittel

Eine klare Namensbezeichnung

Mit dem Kiss-In am 17. Mai auf dem Tübinger Holzmarkt sollte auf die Diskriminierung Homosexueller und Transsexueller hingewiesen werden (18. Mai).

27.05.2011

Im Artikel wurde die organisierende Gruppe fälschlicherweise als „Libertäre Queerulant(inn)en“ bezeichnet. Die Gruppe jedoch trägt den Namen „Libertäre Que(e)rulant*innen“ und verwendet explizit eine erweiterte Form des „Gender_Gap“s, das „Gender-Sternchen“, um darauf aufmerksam zu machen, dass noch weitaus mehr Geschlechtsidentitäten außerhalb der hegemonialen Dichotomie Mann – Frau existieren.

Der Gender_Gap ist ein sprachliches Mittel zur Verdeutlichung, dass zwischen Mann und Frau noch andere Geschlechter existieren, während Schreibweisen wie Binnen-I oder das von der TAGBLATT-Redaktion bevorzugte „(inn)en“ auf Geschlechterdualität bestehen und implizit andere Identitäten wie Transgender, Intersexuelle oder Transsexuelle negieren. Auch dies ist eine alltägliche Diskriminierung, von der unter anderem die Menschen betroffen sind, über die im TAGBLATT-Artikel berichtet wird. Küssen gegen Diskriminierung – auch gegen sprachliche!

Darum bitte ich die TAGBLATT-Redaktion, Ihre Schreibweise hinsichtlich dieser Problematik zu überdenken und mit der Übernahme des Gender_Gaps einen vorbildlichen Schritt in Richtung diskriminierungsfreier Formulierung zu wagen. Das viel zitierte Argument, dies verschlechtere zum Beispiel den Lesefluss, kann ich schon vorausgreifend damit entkräften, dass der Lesefluss durch Klammer(setz)ung wohl eher stutzt als durch einen überlesbaren Unter_strich. (. . .)

Manuel Angermann, Tübingen

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Erstellt:
27. Mai 2011, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
27. Mai 2011, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2011, 12:00 Uhr

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