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Eine ganz miese Tour
Wo München nicht leuchtet: Gleise am Hauptbahnhof. Foto: dpa
Ugly Tours

Eine ganz miese Tour

„Berlin, du kannst so hässlich sein“, sang einst Peter Fox in einer Hymne an seine Heimatstadt. Kein Alleinstellungsmerkmal der Hauptstadt, wenn man dem Künstler und alternativen Stadtführer Eugene Quinn Glauben schenkt, der Touristen mit sogenannten „Ugly Tours“ die Trugbilder der Vorzeigemetropolen vermiesen will.

05.09.2016
  • KRISTINA BETZ

München. Nach Wien, muss nun auch die Schickimicki-Hochburg München dran glauben und ordentlich Glanz lassen. Denn der Umweltverein „Green City“ hat Quinn engagiert um die hässlichsten Ecken der Stadt ins Rampenlicht zu rücken. Dreckige Hinterhöfe, Architektursünden und Pfusch am Bau statt aalglattem Viktualienmarkt, Hofbräuhaus und Isarpromenade – so das unästhetische Programm. Ist Stadtführer Quinn also schlicht kein Fan der Bayern-Metropole und will ihr gar ans gute Image? Nein, ihm ginge es darum die Klischees der Vorzeigemetropole aufzubrechen: „Hinter diesen Klischees steckt viel mehr, als nur eine Traumstadt aus Bier und Wurst“, ist der sich sicher. Seine Botschaft: „Du verstehst das Schöne besser, wenn Du das Hässliche siehst.“

Inspiration für seine Tour holt sich der gebürtige Brite indes bei den Einheimischen. Auf Facebook fragen die Organisatoren nach Tipps und ein Sturm der „Greisligkeiten“ entlädt sich. Geheimtipps wie die Paul-Heyse-Unterführung reihen sich an mit „Gentrification Kotzklötze“ betitelte Bauten oder den Telekom Tower, der nach Aussage der Veranstalter auch in Sachen Hässligkeit über den Olympiaturm ragt. Selbst vor dem Hauptbahnhof und der Wiesn machen die Spürhunde der Bausünden keinen Halt. Eins haben jedenfalls alle beim Planen der „Ugly Tour“: Viel Spaß am kritischen Hinschauen.

Vielleicht reicht es ja mit dem schönen Schein und es wird Zeit für Authentizität. Auf der Website der Veranstalter heißt es, man versuche, mit Humor ernste Themen wie zum Beispiel die Rolle der Medien oder Gentrifizierung zu diskutieren. Wenn miese Bauwerke dazu beitragen können, wird ihr Anblick vielleicht ja auch für die Münchner verschmerzbar.

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05.09.2016, 06:00 Uhr
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