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Student räumt bei Jauchs Quizshow nicht nur Geld ab - Diskussionen um die letzte Frage

Eine Million und Jauchs Anzug

Leon Windscheid hat mit einer Frage zum Zauberwürfel Günther Jauchs Hauptgewinn geknackt. Im RTL-Quizklassiker "Wer wird Millionär?" spannte er das Publikum auf die Folter - und löste Diskussionen aus.

09.12.2015
  • CARSTEN RAVE, DPA

Berlin,. Leon Windscheid (27), Doktorand der Psychologie aus Münster, ist dank Günther Jauchs RTL-Quiz "Wer wird Millionär?" um eine Million Euro reicher geworden. Er beantwortete in der am Montagabend ausgestrahlten Sendung die entscheidende Frage nach mehr als 20 Minuten Grübeln richtig: "Aus insgesamt wie vielen Steinchen besteht der klassische von Ernö Rubik erfundene Zauberwürfel? A: 22; B: 24; C: 26; D: 28."

Während Windscheid und Gastgeber Günther Jauch zusammen ihre Hände zu einem Würfel verkanteten, um die Flächen zu simulieren und nach quälend langer Zeit Windscheid sich für die richtige Antwort C: 26 entschied, tobte in sozialen Netzwerken schon ein Entrüstungssturm: War die Frage Pipifax für Couch-Kandidaten?

Zu einfach und zu leicht zu erschließen sei die Frage nach der Zahl der Steinchen gewesen, empörten sich viele Zuschauer auf Twitter oder auf der Facebook-Seite der Quizshow. "Das hätte ich auch gekonnt", "skandalös einfach", "Frag doch gleich, wie viele Seiten ein Viereck hat", tönte es durch das Netz. Wegen der langen Bedenkzeit zwitscherte etwa der User @Fernsehkritik-TV: "Und dann grübelt der noch ewig lang . . . ich bin zu schlau für diese Welt".

Etliche Zuschauer stärkten Windscheid jedoch auch den Rücken: Immerhin müssten Kandidaten es erstmal zur Millionenfrage schaffen und dann Nervenstärke beweisen.

Und so mancher, der tags darauf mit Freunden oder Kollegen über die Frage sprach, lag mit der Lösung daneben; Nicht jeder weiß, dass der Knobel-Würfel aus 26 statt 27 Steinchen besteht - weil er innen ein Gelenk hat, das Platz beansprucht.

Von all dem bekam der glückliche Kandidat freilich nichts mit. Nach seiner Antwort ging der Konfettiregen auf ihn hernieder. Windscheid hob den überraschten Jauch hoch und kämpfte mit den Tränen.

"Ich kann es noch immer gar nicht glauben. Eine Eins mit sechs Nullen. Das fühlt sich an, wie in einem ziemlich verrückten Traum", sagte er RTL nach der Show. "In so einer Situation kann man sich nicht ganz sicher sein. Aber ich war mir am Ende so sicher, dass ich es mir nie verziehen hätte, es nicht zu riskieren, und habe C gesagt."

Der frischgebackene Millionär fragte Jauch dann noch ganz keck: "Kann ich Ihren Anzug haben von heute Abend?" Der Showmaster willigte ein und tauschte mit ihm sofort das Jackett, wollte dafür aber Windscheids ausgelatschte Turnschuhe. Der Anzug soll für einen guten Zweck versteigert werden.

Zu seiner Zukunft meinte er: "Ich will ganz normal weitermachen." Aber eine Traumreise will er sich gönnen, seine Doktorarbeit finanzieren und ein Partyschiff, das nach Günther Jauch ("MS Günther") benannt wird, flottmachen.

In der Nacht zu Dienstag feierte Windscheid in einer Studentenkneipe in Münster in seinen 27. Geburtstag hinein. Er schmiss nach der Ausstrahlung seines Triumphs eine Lokalrunde.

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09.12.2015, 08:30 Uhr
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