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„Eine Lanze für die Besserwisser“
Comedian und Wissenschaftsfan Bernhard Hoëcker. Foto: Morris MacMatzen/ARD
Fernsehen

„Eine Lanze für die Besserwisser“

Comedian und Wissenschaftsfan Bernhard Hoëcker ist das Gesicht der ARD-Rateshow „Wer weiß denn sowas?“. Ein Gespräch zur 250. Sendung.

30.11.2017
  • CORNELIA WYSTRICHOWSKI

Berlin. Er ist der Schlaumeier vom Dienst im deutschen Fernsehen: Der Comedian Bernhard Hoëcker, dessen Allgemeinbildung nahezu legendär ist. In der Quizshow „Wer weiß denn sowas?“ tritt der Spaßmacher gegen Herausforderer Elton an, um mit prominenten Gästen knifflige Fragen zu beantworten. Heute läuft die 250. Folge des Erfolgs-Formats.

Was war das Spannendste, das Sie bislang gelernt haben?

Bernhard Hoëcker: Es waren schon viele abgefahrene Sachen dabei. Zum Beispiel habe ich daheim in meiner Küche beim letzten Einfrieren das Gefriergut in einer Tüte in ein Wasserbad getaucht, weil ich gelernt habe, dass man auf diese Art am besten die Luft rauskriegt, und das ist gut fürs Einfrieren. Außerdem habe ich erfahren, dass auf John F. Kennedys Schreibtisch immer eine Kokosnuss stand.

Und warum stand sie dort?

Im Pazifikkrieg war Kennedy 1943 als Kapitän eines Kriegsschiffs auf einer Insel gestrandet. Er ritzte in die Kokosnuss eine Hilfsbotschaft, die von Einheimischen zum nächsten amerikanischen Schnellboot gebracht wurde – dessen Besatzung hat Kennedy und seine Mannschaft gerettet. Davon hatte ich vorher noch nie gehört.

Werden Sie oft auf die Show angesprochen?

Ja, ich werde auf der Straße total oft angesprochen. Manchmal sind Leute dabei, die mir noch mal etwas erklären wollen und sich wundern, wenn ich in der Sendung irgendetwas nicht wusste, weil die Menschen denken, ich wüsste alles.

Sie genießen den Ruf eines Vielwissers – oder Besserwissers?

Das Wort ist zwar negativ besetzt, aber ich muss an dieser Stelle mal eine Lanze für die Besserwisser brechen. Wenn jemand etwas besser weiß als ich und es für sich behält, dann habe ich ja nichts davon. Nur wenn er es mir mitteilt, weiß ich es danach ebenfalls. Und ich muss wirklich sagen, dass ich Wissen und Wissenschaft liebe.

Gibt es Themen, für die Sie sich gar nicht erwärmen können?

Einige. Klatsch und Tratsch, Königshäuser, Film, Sport – ob Bayern München in den 50er Jahren irgendwas gewonnen hat, das halte ich für sowas von irrelevant, da fehlen mir die Worte. Auch für Kunst und Literatur kann ich mich nur bedingt erwärmen. Wenn Leute es schaffen, mir das zu erklären, finde ich es durchaus spannend – ich war neulich zum Beispiel im Hermann-Hesse-Haus im Nordschwarzwald, das hat total Spaß gemacht. Aber als ich daraufhin versucht habe, Hesses Roman „Der Steppenwolf“ zu lesen, habe ich nach drei Seiten aufgegeben.

Wieso mussten Sie als Schüler eigentlich eine Klasse wiederholen?

Das war mit schlechten Leistungen in Latein und Englisch begründet. Ich finde Sprachen bis heute faszinierend, aber ich finde es unerträglich, sie zu lernen, und da helfen auch keine Merktechniken. Ich wollte immer mal auf so eine Werbung im Internet klicken, „In 21 Tagen eine neue Sprache“ lernen, und das zum Beispiel mit Spanisch mal ausprobieren.

Haben Sie zuhause eine Bibliothek voller Lexika?

Ich habe keine Bibliothek daheim, denn ich habe sehr gerne freie Wände. Das gibt mir das Gefühl von Platz. Ich habe manche Dinge digital als E-Books, oder google Sachen, die mich interessieren. Wenn ich etwa ein Geschichtsereignis habe und es geht um eine Schlacht, dann lese ich mir das online durch. Es gibt auch eine Metalband, die historische Ereignisse besingt und die ich gerne höre, und dann gucke ich mir den Wikipedia-Artikel an. Da bleiben natürlich beim Lesen nicht alle Sachen hängen, meistens nur die, die bekloppt sind.

Info Die 250. Folge von „Wer weiß denn sowas?“, läuft heute, 18 Uhr, in der ARD.

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30.11.2017, 06:00 Uhr
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