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Kommentar Religion

Ein starker Faktor

Man müsste schon mit besonderer Ignoranz ausgestattet sein, um abzutun, welch bedeutende Rolle Religionen für das Zusammenleben von Menschen spielen.

24.08.2019

Von ELISABETH ZOLL

Lindau. Im Guten – als Friedensstifter – wie auch im Verheerenden als Brandbeschleuniger für wirtschaftliche und politische Konflikte.

In Myanmar tobt ein Streit zwischen Buddhisten und der Minderheit der muslimischen Rohingya, Teile Nigerias werden von der islamistischen Miliz Boko Haram terrorisiert, andere Länder vom IS und seinen Ablegern. Vielerorts metzeln Sunniten Schiiten nieder – und umgekehrt. Auch die Verfolgung von Christen nimmt weltweit zu.

Da kann es nur von Vorteil sein, wenn dialogbereite religiöse Autoritäten aus aller Welt sich persönlich treffen, sich im geschützten Rahmen austauschen und Wege aus politischen Sackgassen suchen. Genau das ist in Lindau in den vergangenen Tagen bei der Weltkonferenz der Religionen geschehen.

Religionen sind von Bedeutung in vielen Ländern. 80 Prozent der Weltbevölkerung bezeichnen sich als religiös. Deshalb haben Religionsvertreter beträchtlichen Einfluss. Sie vermögen Türen zu öffnen, die der Politik verschlossen sind. Wegen ihres Zugangs zu Menschen sind diese Autoritäten wichtige Ansprechpartner für die Politik.

Im Bundespräsidialamt hat man das erkannt – und die Weltkonferenz nach Deutschland eingeladen. Es war eine kluge Entscheidung. In einer Welt, in der Politik in vielen Ländern zu einem Schmierenstück verkommt, wäre es für ein außenpolitisch starkes Land wie Deutschland sträflich, den Faktor Religion zu unterschätzen.

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Erstellt:
24. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. August 2019, 06:00 Uhr

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