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Wir sehen gar nicht so alt aus

Ein besonderes Datum: Kultfilm "Zurück in die Zukunft" kommt zurück - auch nach Tübingen

Am 21. Oktober um Punkt 16.29 Uhr ist es so weit: Aus den Tiefen der Vergangenheit – genauer: aus dem Jahr 1985 – werden die Zeitreisenden Marty McFly und Doc Brown in der Gegenwart ankommen. So jedenfalls schildert es der zweite Teil von „Zurück in die Zukunft“, eine der erfolgreichsten Kinoserien der 1980-er Jahre. Auch in Tübingen werden die drei Folgen jetzt einmalig nochmals im Kino gezeigt: Am Mittwoch, 21. Oktober, in der Blauen Brücke. Der 355-Minuten-Marathon beginnt um 18 Uhr.

19.10.2015
  • MAGDI ABOUL-KHEIR

Den Fluxkompensator hat noch immer keiner erfunden. Also ist die beste Zeitmaschine nach wie vor der Film - am besten "Zurück in die Zukunft". Oder taucht Marty McFly jetzt tatsächlich auf?

Jetzt ist endlich der 21. Oktober 2015. Der Tag, an dem Marty McFly in der Zukunft ankommt. Also in unserem Heute, das für Martys ferne Zukunft war, als er aufgebrochen ist in seiner Gegenwart, die längst unsere Vergangenheit ist, bevor er dann in eine noch weiter entfernte Vergangenheit. . .

Das ist die Krux an Zeitreisen, man kommt schnell durcheinander, denn morgen ist heute schon gestern. Oder war heute gestern morgen? Ach so, beides ist richtig.

Und was ist eigentlich mit den selbstschnürenden Sneakern, den Nike Mags, die es im Jahr 2015 laut dieser Filme geben sollte?

Nun, der Reihe nach. 30 Jahre ist es nun her, dass "Zurück in die Zukunft" in die Kinos kam. Er ist bis heute einer der am innigsten geliebten der 80er Jahre. Und das wird gefeiert: mit einer neuen BluRay-Edition der Trilogie, mit Fernseh-Ausstrahlungen und sogar einer Wiederkehr der Filme als Triple-Feature auf der großen Leinwand.

Ein besonderes Datum: Kultfilm "Zurück in die Zukunft" kommt zurück - auch nach Tübingen
Zurück in die Zukunft? Alles eine Frage der Perspektive. Marty McFly (Michael J. Fox) und Doc Brown (Christopher Lloyd) schleudert es durch die Zeiten.

Marty McFlys Abenteuer in der Kleinstadt Hill Valley machen noch immer einen Riesenspaß. Wie er herausfindet, dass sein väterlicher Freund, der chaotische Erfinder Doc Brown, eine Zeitmaschine gebaut hat. Wie er mit dieser in einem DeLorean-Sportwagen installierten Maschine versehentlich ins Jahr 1955 zurückbefördert wird. Wie er dort seine künftigen Eltern zusammenbringen muss, was ziemlich heikel ist, weil sich George, sein Vater in spe, als ängstlicher Tagträumer entpuppt und Lorraine, seine Mutter in spe, auffallend an Marty interessiert zeigt. Wie er sich eines Nebenbuhlers entledigen und dafür sorgen muss, mit der Hilfe des jüngeren Doc Browns und eines Blitzschlags wieder ins Jahr 1985 zurückzukommen. Und wie er sich nebenher auch noch in die Geschichte der Rockmusik einmischt.

Die Steven-Spielberg-Produktion ist Science Fiction, Komödie und Romantic Comedy in einem: spannend, lustig, herzerwärmend und charmant. Das liegt am geistreichen, durchdachten Drehbuch von Robert Zemeckis und Bob Gale, an Zemeckis' virtuoser Regie und an der wunderbaren Besetzung: von Michael J Fox als Marty und Christopher Lloyd als Doc Brown über Lea Thompson als Lorraine bis zur kleinsten Nebenrolle.

"Zurück in die Zukunft" machte Michael J. Fox zum Star, bis seine Karriere durch eine Parkinson-Erkrankung ein trauriges Ende nahm. Er katapultierte Zemeckis in die Riege der Top-Regisseure, zu der er bis heute dank Filmen wie "Forrest Gump" und "Cast Away" gehört. Er beförderte sogar den DeLorean, der in Wirklichkeit ein zwar halbwegs cool aussehendes, aber eher schrottiges Gefährt war, zu einem Kultfahrzeug. "Wenn man schon eine Zeitmaschine in einen Wagen einbaut, dann bitteschön mit Stil", sagt Doc Brown. Aber laut erstem Drehbuchentwurf sollte die Zeitmaschine in einem Kühlschrank platziert werden - die Idee verwarfen die Filmemacher, weil sie Angst hatten, Kinder könnten sich in Kühlschränken einschließen.

Wenn am Mittwoch nun der "Zurück in die Zukunft"-Tag gefeiert wird, liegt das an der Fortsetzung aus dem Jahr 1989. Darin reist Marty tatsächlich in die Zukunft, eben ins Jahr 2015, um dort Schaden von seinen Kindern abzuwenden. Das geht nur bedingt gut, und daher muss er erneut ins Jahr 1955 zurück, um die Uhren ganz zurückzudrehen. So muss er die Action aus dem ersten Film noch einmal durchleben und seinem zweiten Ich aus dem Weg gehen - bis er schließlich ins Jahr 1885 zurückgeworfen wird! Dort, im Wilden Westen, spielt dann "Zurück in die Zukunft 3", der die Trilogie zum Abschluss brachte.

Wie sich die Filmemacher damals, in den 80ern, das Jahr 2015 ausgemalt hatten, das kann man nun mit unserer Realität abgleichen. So alt sieht "Zurück in die Zukunft" da gar nicht aus. Oder: Wir sehen gar nicht so alt aus. Okay, die im "Hydrator" in Nullkommanix anwachsende Mega-Pizza fehlt uns noch, aber Fingerabdruck-Scanner und die Rückkehr des 3D-Kinos (wenn auch nicht "Der weiße Hai, Teil 19") sind keine Science Fiction mehr. Selbst die Hoverboards - schwebende Skateboards - sind technisch machbar.

Und die schicken selbstschnürenden Turnschuhe? Nun, Nike hat angekündigt, dass es bald eine ganz spezielle Ankündigung gibt . . .

Nur das mit den fliegenden Autos aus "Zurück in die Zukunft" dürfte noch länger dauern. Wenn auch nicht so lange wie die auf die Sekunde genaue Wettervorhersage. Auf die warten wir wohl ewig.

In Tübingen laufen allle drei Folgen der digital restaurierten Serie am Mittwoch, 21. Oktober, im Kino Blaue Brücke. Der 355-Minuten-Marathon beginnt um 18 Uhr.

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19.10.2015, 12:00 Uhr
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