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„Ein Werk wie ein Bugatti“
Dirk Boll ist einer von drei Präsidenten beim Auktionshaus. Foto: Christie's
450 Millionen Dollar für einen da Vinci

„Ein Werk wie ein Bugatti“

Für 450 Millionen Dollar hat Christie's einen da Vinci versteigert. Dirk Boll, Europapräsident des Auktionshauses, kann sich vorstellen, dass das Werk auch in Zukunft öffentlich ausgestellt wird.

17.11.2017
  • JOHN WARREN

New York. Herr Boll, kann ein solches Werk, das für eine Rekordsumme gekauft wurde, überhaupt noch eine Wertsteigerung bringen?

Dirk Boll: Es hängt immer vom Werk sowie dem Markt und den generellen ökonomischen Verhältnissen ab. Alles andere ist Kaffeesatzleserei. Die Statistik zeigt jedoch: Je höher der Preis war, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Werk wieder auf den Markt kommt.

Hängt man sich so ein Bild im Wohnzimmer auf?

Das möchte ich nicht ausschließen. Wenn man sich so etwas kaufen kann, hat man auch die Möglichkeit, für die entsprechende Klima- und Luftkontrolle sowie für die Sicherheit des Bildes zu sorgen. Ein Picasso von 1932, der 2010 für 106,5 Millionen versteigert wurde, hängt jetzt als dauerhafte Leihgabe im Museum. Es gibt aber auch Fälle, bei denen ein Werk als Langzeit-Investment im Tresor landet.

Haben Sie einen Tipp, wer das Gemälde gekauft hat? Ein Scheich, ein Milliardär, eine Organisation?

Das halte ich alles für möglich. Es ist jedoch sicher, dass das Gesamtvermögen des Käufers signifikant höher sein muss, als die 450 Millionen – denn niemand würde sein ganzes Geld nur für einen Gegenstand ausgeben.

Ist die Rekordsumme von 450 Millionen Dollar ein Sonderfall oder wird so etwas häufiger vorkommen?

Ich denke eher, dass es bei „Salvator Mundi“ ein Sonderfall war, denn der alte Meister Leonardo da Vinci ist über alle Grenzen und Kulturen hinweg bekannt und geschätzt. Die Frequenz von Rekordpreisen sagt aber etwas über den Markt aus. Der 1990 aufgestellte Rekord für einen Van Gogh wurde erst 2004 überboten, danach gab es 2010, 2012 und 2015 jeweils neue Rekorde.

Warum gab es Zweifel an der Authentizität des Bildes?

Bei den alten Meistern ist es nicht ungewöhnlich, dass es Diskussionen der Attributierung gibt.

Auch der Zustand des Bildes wurde von einigen Experten kritisiert . . .

Entschuldigen Sie die Banalität dieses Beispiels, das jedoch sehr gut passt: Einen Golf GTI mit einer großen Schramme kaufen Sie sich nicht, denn es sind noch 2000 andere auf dem Markt. Bei einem alten Bugatti sieht das ganz anders aus, weil eventuell nur einer verfügbar ist. John Warren

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17.11.2017, 06:00 Uhr
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