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Kommentar · Kanada

Ein Schritt nach links

Kanada erlebte eine bemerkenswerte Wahlnacht. Während sich in vielen Ländern angesichts der Flüchtlingskrise rechtspopulistische Parteien und Parolen immer weiter ausbreiten, haben die Kanadier ein gegenteiliges Zeichen gesetzt.

21.10.2015
  • JÖRG MICHEL

Sie haben ihren rechts-konservativen Regierungschef Stephen Harper nach fast zehn Jahren in den Ruhestand geschickt und sich für einen Neuanfang links der Mitte entschieden.

Dabei hat auch in Kanada die Flüchtlingskrise eine entscheidende Rolle gespielt - aber ganz anders, als man es vermuten würde. Harper hatte geglaubt, im Wahlkampf mit anti-islamischen Parolen punkten zu können. Er wetterte gegen Frauen mit muslimischem Gesichtsschleier, warnte die Kanadier vor so genannten "barbarischen kulturellen Praktiken" und stemmte sich gegen die Aufnahme von zu vielen Flüchtlingen. Doch diese Politik verfehlte ihr Ziel.

Je länger die Kanadier Harpers Parolen ertragen mussten, desto mehr wandten sie sich angewidert ab. Statt um Harpers eigentliche Kernthemen Wirtschaft- oder Steuerpolitik ging es im Wahlkampf am Ende fast nur noch um gesellschaftliche Werten. Nicht wenige Wähler fragten sich: Ist Harpers Kanada noch unser Kanada?

An der Wahlurne ist diese Frage mit einem eindeutigen Nein beantwortet worden. Mit Justin Trudeau, dem Sohn des langjährigen Präsidenten Pierre Trudeau, ist nun ein Regierungschef gewählt worden, der die großzügige Einwanderungstradition des Landes verteidigen, mehr Flüchtlinge aufnehmen und das Land insgesamt zusammenführen und nicht spalten will. In Zeiten wie diesen ist das ein ermutigendes Zeichen.

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21.10.2015, 12:00 Uhr
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