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Ein Land vor dem Rechtsruck
Präsidentschaftskandidat Sebastian Pinera. Foto: dpa
Chile

Ein Land vor dem Rechtsruck

Am Sonntag wird ein neuer Präsident gewählt. Der frühere Amtsinhaber Pinera geht als Favorit ins Rennen.

17.11.2017
  • TOBIAS KÄUFER

Santiago de Chile. Am Wochenende hat es wieder einmal gebrannt in Chile. Vier vermummte Männer stoppten in der Unruheprovinz „La Araucania“ einen Regionalbus, verjagten den Fahrer und ließen das Fahrzeug anschließend in Flammen aufgehen. Daneben fanden die Sicherheitskräfte nach Angaben lokaler Medien zwei Bekennerschreiben. „Feuer für die Kirchen – Du bist nicht willkommen in La Araucania, Papst Franziskus“ und „Freiheit für Daniel Melinao und die Mapuche-Gefangenen – Politiker raus“, stand darauf laut „Radio Temuco“. Papst Franziskus kommt im Januar nach Chile.

Während ein radikaler Teil der Mapuche den Besuch ablehnt, ist die Papst-Visite ein kleines Abschiedsgeschenk für Noch-Präsidentin Michelle Bachelet und ein ebenso kleiner Affront gegen den großen Wahlfavoriten Sebastian Pinera. Denn der wird sein Amt erst nach der Papstreise antreten können, sofern er am Sonntag wie die Umfragen es voraussagen, als Sieger aus dem ersten Wahlgang hervorgehen wird.

Ganz gleich ob nun radikale Mapuche, die Ureinwohner Chiles, für den neuerlichen Brandanschlag verantwortlichen waren wie es chilenische Medien vermuten, für den konservativen Präsidentschaftskandidaten Sebastian Pinera war es eine Steilvorlage. Die Mapuche fordern vom chilenischen Staat unter anderem die Rückgabe von Land und die Wahrung ihrer Rechte. Der milliardenschwere Unternehmer, der als Favorit in die Präsidentenwahl in der Andennation geht, forderte nach Dutzenden ähnlicher Anschläge auf kirchliche Einrichtungen und Unternehmen, die „komplette Wiederherstellung des Rechtsstaates“.

Weil die Verfassung keine Wiederwahl eines Staatsoberhauptes vorsieht, erlebt das südamerikanische Land ein kurioses Wechselspiel an der Macht. Die Amtsinhaberin, die linksliberale Michelle Bachelet, regierte Chile von 2006 bis 2010 sowie von 2014 bis 2018. Pinera regierte von 2010 bis 2014. Chile ist aus wirtschaftspolitischer Sicht das Vorzeigeland Südamerikas. Der stetige Aufschwung zieht vor allem Migranten an. Deshalb beherrscht das Thema Einwanderung den Wahlkampf. Tobias Käufer

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17.11.2017, 06:00 Uhr
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