Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Ein Jahr vor der Wahl


„Wir brauchen eine soziale Offensive für alle, die hier leben“, fordert Heike Hänsel. Die Tübinger Abgeordnete der Linken hofft spätestens bei der Bundestagswahl auf eine „Trendumkehr zur Stärkung des Sozialstaats und zur Entmilitarisierung der Außenpolitik“. Die 50-Jährige will erneut kandidieren.

„Die Leute haben Ängste vor dem sozialen Abstieg, und die Sozialdemokratie muss sie ihnen nehmen.“ So sieht der Tübinger Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann die Rolle der SPD. Sie werde als Partei gebraucht, „die den gesellschaftlichen Zusammenhalt organisiert, die Demokratie und die Europäische Union verteidigt“.

„Ich will, dass der Wahlkampf zu einer harten, aber fairen Auseinandersetzung wird, wie wir in diesem Land leben wollen“, sagt Christopher Gohl. Die Tübinger FDP hat den 42-Jährigen zum zweiten Mal als Bundestagskandidat nominiert. Er sieht dieRepublik vor einer Richtungsentscheidung: „Die Existenz einer freiheitlichen Gesellschaftist nicht selbstverständlich.“

„Schon die vorausgegangene Wahlperiode war schwer“, erinnert sich Annette Widmann-Mauz (CDU) an die Finanzkrise, für deren Bewältigung es keine Blaupause gab. Jetzt brachte der Flüchtlingszuzug mindestens ebenso große politische Herausforderungen. „Wir haben vieles richtig gemacht“, sagt die Tübinger CDU-Bundestagsabgeordnete im Rückblick auf drei Jahre Große Koalition.

Chris Kühn hat den drei anderen Tübinger Bundestagsabgeordneten eines voraus: Der 37-Jährige ist bereits für eine erneute Kandidatur im Herbst 2017 nominiert. Ein Jahr vor der Wahl wertet der Grünen-Politiker seine erste Amtszeit als Erfolg: Als Sprecher seiner Fraktion für Bau- und Wohnungspolitik habe er Akzente setzen können. Dabei halfen ihm auch Tübinger Erfahrungen – etwa mit dem Mietshäusersyndikat.

Mütterrente und Mindestlohn. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Föderalismusreform. Bessere Kinderbetreuung. Miet- und Strompreisbremse. Festlegung der Mindest-Personalstärke in Krankenhäusern. Das waren vor der letzten Wahl Antworten der Tübinger Wahlkreiskandidaten auf die Frage, was der neue Bundestag als erstes anpacken soll. weiterlesen