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Ein Jahr lang umsonst ins Alte Schloss
Mäzen Reinhold Würth hilft dem Landesmuseum. Foto: Matthias Balk
Landesmuseum

Ein Jahr lang umsonst ins Alte Schloss

Premium-Sponsor Reinhold Würth ermöglicht den Besuchern freien Eintritt in die Sammlung.

23.11.2017
  • BETTINA WIESELMANN

Stuttgart. Eben mal einen Blick in die Kunstkammer werfen, dem Jesus auf dem Palmesel einen Besuch abstatten oder eine der bedeutendsten Glassammlungen der Welt bestaunen? 2018 sind die Türen des Alten Schlosses in Stuttgart noch weiter geöffnet: Die große Schausammlung im Landesmuseum Württemberg steht dann allen Besuchern jederzeit kostenlos zur Verfügung.

Was sich Bürger wie Museumsmacher in Deutschland seit Jahr und Tag wünschen, ermöglicht jetzt die Fördergesellschaft des Landesmuseums, vornedran ihr Vorsitzender, der nimmermüde Kunst-Mäzen Reinhold Würth (82). Der mit dem Museums-Etikett „Premium-Sponsor“ bedachte Unternehmer verlangt in seiner bestens bestückten Kunsthalle in Schwäbisch Hall keinen Eintritt und stößt dabei immer wieder „auf unglaubliche Zustimmung“, wie er gestern sagte. Von „großem Glück“ sprach die Direktorin des Landesmuseums, Cornelia Ewigleben. Wie Würth verspricht sie sich nicht nur mehr Besucher – ins Alte Schloss in Stuttgart kommen jährlich an die 200 000 Interessierte. Der Abbau der Kostenbarriere werde hoffentlich die Schwelle auch für jene senken, die mehr als andere aufs Geld schauen müssen.

Das zunächst auf ein Jahr befristete Projekt soll Aufschluss geben, wer mit dem Gratis-Angebot erreicht werden kann. 5,50 Euro zahlen bisher Erwachsene ohne Ermäßigung für den Besuch der Dauerausstellung. Mit mehr als einem kleinen kostenfreien Zeitfenster Freitagnachmittag („Schwabenrabatt“) konnte man bisher nicht locken.

Aktuelles Vorbild ist das Essener Folkwang-Museum, wo sich die Besucherzahlen konstant verdoppelt haben, seit die Krupp-Stiftung im Sommer 2015 (zunächst auf fünf Jahre befristet) mit insgesamt einer Million Euro den Gratis-Eintritt ermöglicht hat. Staatliche Museen in Großbritannien machen diese Erfahrung seit 15 Jahren.

Gerade 22 Jahre ist es her, dass der 1957 (!) von der damaligen baden-württembergischen Regierung erstmals im Etat abgesicherte freie Eintritt in die Dauerausstellungen der staatlichen Museen aufgehoben wurde. Prompt brachen die Besucherzahlen ein.

Kunststaatsekretärin Petra Olschowski, die Ewigleben „unsere Verbündete“ nannte, hätte gestern sicher gern einen Kurswechsel angekündigt. 2,5 Millionen Euro jährlich müssten für die elf staatlichen Museen aufgebracht werden, dürften die Bürger kostenlos anschauen, worin jede Menge Steuergeld steckt. Doch die Landesregierung zeigt sich abweisend. Reinhold Würth und die anderen Freunde des Landesmuseums aber hoffen, dass „die Initialzündung“ schon im Etat 2019 wirkt: „Die paar Pfennig machen auch nichts mehr aus.“

Bettina Wieselmann

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23.11.2017, 06:00 Uhr
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