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Architektur

Ein Jahr lang stilgerecht renoviert

Zum 100. Bauhaus-Geburtstag eröffnet in Tel Aviv das „White City Center“ – mit deutscher Unterstützung.

17.09.2019

Von DPA

An einer Kreuzung mitten in Tel Aviv steht das „White City Center“. Foto: Ilia Yefimovich/dpa

Tel Aviv. Weiße Fassade, Flachdach, langgestreckte Balkone: Das Max-Liebling-Haus im Zentrum Tel Avivs gehört zur „Weißen Stadt“ und damit wie rund 3700 weitere Gebäude zum Unesco-Welterbe. In dem dreigeschossigen Haus eröffnet an diesem Donnerstag (19. September) das israelisch-deutsche „White City Center“, Zentrum für Denkmalschutz und Architektur – im Jahr des 100. Geburtstages der deutschen Architektur-, Kunst- und Design-Schule Bauhaus.

Das Liebling-Haus wurde 1936 nach Entwürfen des Architekten Dov Karmi gebaut. Es ist im internationalen Stil gebaut, zu dem auch das Bauhaus gehört. Im 1909 gegründeten Tel Aviv befindet sich die größte Ansammlung von Gebäuden des internationalen Stils weltweit, rund 800. Die Häuser entstanden ab den 1930er Jahren, als jüdische Architekten vor den Nationalsozialisten aus Deutschland in das damalige Palästina flohen.

Ein Jahr lang wurde das Liebling-Haus stilgerecht renoviert, wie die Programmdirektorin des „White City Centers“, Sharon Golan Yaron, sagt. Bei mehreren Workshops hätten rund 90 Handwerker und Lehrlinge aus Deutschland, wie Schreiner, Verputzer und Experten für Terrazzo-Böden, gemeinsam mit Israelis an dem Gebäude gearbeitet. „Das ist sehr wichtig, weil man fast sagen kann, dass es ein deutsches Erbe ist, was sich hier weiterentwickelt hat“, sagt die deutsch-israelische Architektin.

Künftig wird es im Liebling-Haus eine Ausstellung geben, die über den internationalen Stil in Tel Aviv informiert. Das Bundesbauministerium unterstützt das Programm des Zentrums von 2014 bis 2025 mit insgesamt rund drei Millionen Euro. Staatssekretär Marco Wanderwitz sagt: „Es geht um unsere gemeinsame historische und baukulturelle Vergangenheit, die sich auch in der Weißen Stadt Tel Aviv manifestiert.“ Die Weiße Stadt habe eine herausragende architekturgeschichtliche Bedeutung. Einige der vertriebenen Architekten hätten am Bauhaus studiert. „Das Projekt soll dazu beitragen, einen angemessenen Umgang für diesen einzigartigen Bestand zu finden.“ dpa

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Erstellt:
17. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 06:00 Uhr

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