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Land am Rand

Ein Hoch auf die bunte Wiese

12.07.2018

Von PETRA WALHEIM

Ja zur Wildnis, nein zum Rasenmäher! Foto: ©Drew300/Shutterstock.com Foto: ©Drew300/Shutterstock.com

Stuttgart. Haben Sie ihren Nachbarn heute schon darauf hingewiesen, dass seine Wiese dringend gemäht gehört? Haben sie ihm schon in freundlichem Ton gesagt, dass sein Garten einer Wildnis gleicht und eine Schande ist für das ganze Viertel? Dass der Löwenzahn, der in ihrem sauber getrimmten Rasen immer wieder versucht Fuß zu fassen, nur aus seiner Wildnis stammen kann? Nein? Dann lassen sie es!

Denn der Nachbar hat recht damit, seine Wildnis aufblühen zu lassen. Und er folgt – wissentlich oder auch nicht – der Empfehlung des Naturschutzbundes (Nabu). Der rät, Rasenmäher und Mähroboter stehen zu lassen und mehr Wildnis im Garten zu wagen. Ein Wagnis ist das allemal. Vor allem für Menschen, die ihren Rasen gerne auf eine ganz bestimmte Länge gestutzt und ohne bunte Flecken im satten Grün haben möchten.

Doch wie heißt es so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Zu gewinnen gibt es bei diesem Abenteuer, seinen Garten bunt und natürlich zu gestalten, viel: Wenn Rasenmäher und Mähroboter außer Dienst gestellt werden, könnte es sein, dass sich bald Igel, Spinnen, Eidechsen und Grashüpfer einfinden und die Wiese bevölkern. In den langweiligen grünen Rasen kommt Leben. So wie auch in die Beziehung zu den Nachbarn. Man kommt ins Gespräch und nicht in Streit, kann sich austauschen, welche Tiere gesichtet, welche Geräusche gehört wurden. Man kann Blumensamen tauschen und Wetten abschließen, welcher Garten am buntesten und wildesten ist. Ungestört vom nervigen Geräusch des Rasenmähers. Petra Walheim

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Erstellt:
12. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
12. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2018, 06:00 Uhr

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