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Land am Rand

Ein Herz für hohe Hecken

08.02.2018

Von ALFRED WIEDEMANN

Mach mal Pause: Die Heckenschere muss zwischen März und September nicht ran, sagen Freiburger Richter. Foto: Werkfoto/Stihl

Freiburg. Das Freiburger Landgericht hat ein Herz für Hecken und für das ganze Viehzeug, das im wuchernden Grün kreucht und fleucht: In einem Nachbarschaftsstreit haben die Richter entschieden, dass Haus- und Grundstücksbesitzer von 1.?März bis 30. September nicht auf die Höhe ihrer Hecken achten müssen. Sie können sich einen Rückschnitt sparen, das Grünzeug darf im Frühjahr und Sommer munter wachsen – auch über die im Nachbarschaftsrecht festgelegte Maximalhöhe hinaus.

Ein Nachbar hatte einen radikalen Rückschnitt schon vor März verlangt, damit die Hecke nebenan im Frühjahr und Sommer nicht über die erlaubten 1,80 Meter hinaus wächst und ihm das Grundstück verschattet.

Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet das Abschneiden von Hecken, Gebüsch und Gehölzen in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September. Nur „schonende Form- und Pflegeschnitte“ sind dann noch erlaubt – wenn keine Vögel brüten oder sich anderes Kleingetier häuslich eingerichtet hat. Eine Pflicht zum vorsorglichen Stutzen der Hecke lasse sich daraus nicht ableiten, urteilte jetzt das Freiburger Gericht. Bis Ende September gilt: Einfach wachsen lassen, gern auch höher als erlaubt.

Der weise Richterspruch kommt nachlässigen Grünpflegern sehr entgegen. Er dürfte allerdings auch viele ganz schön ärgern, die gern in Nachbars Garten gucken. Gerade im Sommer, wenn nebenan endlich wieder was los ist, wird noch mehr Grün als bisher den Neugierigen die Sicht versperren. Alfred Wiedemann

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Erstellt:
8. Februar 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
8. Februar 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. Februar 2018, 06:00 Uhr

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