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Ein Freiburger modernisiert die Uffizien
Eike Schmidt steht seit November 2015 den Uffizien in Florenz vor. Foto: dpa
Florenz

Ein Freiburger modernisiert die Uffizien

Seit einem Jahr ist ein Ausländer Direktor der Uffizien in Florenz. Erstmals. Jetzt zieht Eike Schmidt eine erste Bilanz – und kündigt Neues an.

23.08.2016
  • DPA

Florenz. Zecken waren ein kleines von vielen großen Problemen, als Eike Schmidt seinen Job antrat. Kammerjäger mussten anrücken, mehrere Säle wurden vorübergehend geschlossen. Sonst beschäftigt sich der Kunsthistoriker Schmidt als Direktor der Uffizien in Florenz eher damit, wie man eines der wichtigsten Museen der Welt besucherfreundlicher macht.

„Wir sind zusammen mit der Galleria dell'Accademia in Florenz das Museum mit den meisten Besuchern pro Quadratmeter – weltweit“, sagt der 48-Jährige. Nimmt man den Palazzo Pitti und den Giardino di Boboli dazu, kämen pro Jahr etwa 3,4 Millionen Menschen in die Uffizien. Dazu arbeitet Schmidt mit der Universität in L'Aquila ein Konzept aus: Die Schlangen vor dem Museum sollen besser gelenkt, Bilder umgehängt, Türen geöffnet und neue Ausgänge geschaffen werden. Die volle Wirkung erwartet Schmidt erst 2018. Im selben Jahr will er den Vasarianischen Korridor für das Publikum öffnen, der von den Uffizien über den Ponte Vecchio zum Palazzo Pitti auf der anderen Seite des Arno führt. Dann könne man „wie einst die Medici-Fürsten über die Stadt spazieren“. Bisher darf man nur im Rahmen einer privaten Führung in den Gang, der eine Porträt-Sammlung beherbergt.

Der gebürtige Freiburger wurde vergangenes Jahr zum Direktor der Uffizien ernannt, im November nahm er die Arbeit dort auf. Seine Ernennung war Teil einer Reform, für die das Kulturministerium in Rom erstmals international Museumsdirektoren gesucht hatte. „Grund dafür war, dass man Sachen, die im Ausland funktionieren, nach Italien importieren wollte“, sagt Schmidt, der zuvor an der National Gallery of Art in Washington, am Getty Museum in Los Angeles und am Minneapolis Institute of Arts gearbeitet hatte. „Als Ausländer ist man in Italien nicht automatisch mit jemandem verbandelt und hat oft einen objektiveren Blick.“

Viele Museen in Italien krankten daran, dass Beamte sie führten. Nun wurde gar das internationale Ausschreibungsprogramm neu aufgelegt. Zudem können Museen nun ihr verdientes Geld langfristig anlegen, statt es zurück nach Rom zu überweisen.

Eike Schmidt ist die amerikanische Prägung anzumerken: So organisierte er etwa eine Ausstellung über Karl Lagerfeld zusammen mit der Florentiner Modemesse Uomo Pitti. Sponsoring gegenüber ist er aufgeschlossen. Nur wenn der Sponsor eine riesige Werbefläche verlange, „muss man Grenzen setzen“.

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23.08.2016, 06:00 Uhr
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