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Ein Fifa-Boss packt aus
Eugenio Figueredo gibt Korruption und Schmiergeldzahlungen zu

Ein Fifa-Boss packt aus

Der frühere Fifa-Vizepräsident Eugenio Figueredo packt aus. Der Uruguayer berichtet von einem Fußball-Korruptionsnetzwerk in Südamerika und räumt jahrzehntelange Schmiergeldzahlungen ein.

28.12.2015
  • SID

Montevideo. Nach dem Geständnis des inhaftierten Eugenio Figueredo (Uruguay) im Korruptionsskandal beim Fußball-Weltverband Fifa steht vielen seiner ehemaligen Funktionärskollegen ein unruhiger Jahreswechsel bevor. Der 83-Jährige hat nach seiner Auslieferung aus der Schweiz bei einem Verhör in Uruguay als erster ehemaliger Spitzenfunktionär ausgepackt.

Figueredo hat ein über Südamerikas gesamten Fußball gespanntes Korruptionsnetzwerk und jahrzehntelange Schmiergeldzahlungen offengelegt. Das ehemalige Mitglied des Fifa-Exekutivkomitees soll frühere und amtierende Chefs aller südamerikanischen Nationalverbände sowie den Sohn des spanischen Fifa-Vizepräsidenten Angel Maria Villar Llona schwer belastet haben. Außerdem gestand er, seit der ersten Hälfte der 90er Jahre für Preisabsprachen und Rechtevergaben von TV- und Vermarktungsfirmen Bestechungsgelder über mehrere Millionen Dollar angenommen zu haben.

Figueredos Aussagen sind das erste offizielle Geständnis eines Beschuldigten im Fifa-Skandal seit den Enthüllungen des früheren Fifa-Vizepräsidenten Chuck Blazer (USA), der als Kronzeuge der US-Justiz die gesamte Affäre vor über zwei Jahren ins Rollen gebracht hatte. Außer Figueredo, der sich nach seiner Aussage wegen Herzbeschwerden in eine Klinik bringen ließ, hat sich keiner der im Mai und im Dezember in der Schweiz verhafteten Ex-Amtsträger zur Kooperation mit den Ermittlern bereit erklärt.

Besonders pikant sind Figueredos Erpressungsvorwürfe gegen Villar junior. Der Spross des von der Fifa-Ethikkommission verwarnten Angel Maria Villar Llona, der beim Europa-Verband Uefa momentan formal für den gesperrten Präsidenten Michel Platini (Frankreich) an der Spitze steht, sitzt im Reformkomitee der Fifa - und soll uruguayische Vereine wegen Klagen der Klubs auf höhere TV-Gelder unter Druck gesetzt haben.

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28.12.2015, 08:30 Uhr
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