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Ein Debakel zu viel
Die 2:6-Klatsche am Samstag in Dortmund war Roger Schmidts letzter Auftritt als Cheftrainer von Bayer Leverkusen. Er war im Sommer 2014 von dem österreichischen Erstligisten Red Bull Salzburg zum Werksklub gekommen. Foto: dpa
Bayer Leverkusen

Ein Debakel zu viel

Die Werkself trennt sich nach dem 2:6 bei Borussia Dortmund von Trainer Roger Schmidt. Heute wird ein Interimsnachfolger benannt.

06.03.2017
  • DPA

Bayer Leverkusen beendet das "Schmidteinander": Einen Tag nach dem 2:6-Debakel bei Borussia Dortmund zog der Werksklub einen Schlussstrich unter die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Roger Schmidt, der seit 2014 unterm Bayer-Kreuz in der Verantwortung stand. Die Nachfolge soll zeitnah geregelt werden, hieß es von Bayer.

Um 14.48 Uhr verließ Schmidt das Klub-Gelände – drei Pflichtspielniederlagen in Folge mit zwölf Gegentoren sorgten für die Freistellung des selbsternannten Konzepttrainers, der wiederholt in der Kritik gestanden hatte.

"Angesichts der aktuellen sportlichen Entwicklung sind wir nach sehr ausführlicher Analyse und Beratung zu der Auffassung gelangt, dass eine Trennung zwar schmerzhaft, aber für die weitere Entwicklung und Zielerreichung von Bayer 04 unumgänglich ist", sagte Geschäftsführer Michael Schade.

Sportchef Rudi Völler betonte, wie schwer ihm die Freistellung gefallen sei: "Ich halte Roger Schmidt für einen absoluten Top-Trainer und habe mich deshalb immer und überall aus voller Überzeugung für ihn eingesetzt." Aber Bayer musste "jetzt handeln, wenn wir unsere Ziele nicht vollends aus den Augen verlieren wollen", äußerte der Weltmeister von 1990.

Heute soll erst einmal eine Interimslösung bis zum Saisonende benannt werden. Der neue Coach wird erstmals am Freitag gegen Werder Bremen auf der Bank sitzen. Fünf Tage später tritt Bayer mit der 2:4-Hypothek aus dem Hinspiel im Achtelfinale der Champions League beim Vorjahresfinalisten Atlético Madrid an.

Unter Schmidt, der am 15. März 50 Jahre alt wird, verbuchte Bayer die schwächste Bundesliga-Bilanz seit 14 Jahren und kassierte schon mehr Niederlagen (11) als in der kompletten vergangenen Saison. Zuvor war es Schmidt noch häufiger gelungen, in letzter Sekunde mit einem Sieg den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Doch jetzt war die Geduld der Bayer-Verantwortlichen endgültig aufgebraucht.

Am Sonntag um 10.15 Uhr betrat Schmidt letztmals den Trainingsplatz, er hatte sogar Zeit für Selfies mit den Fans. Derweil tagte parallel die sportliche Führung um Völler, Schade und Manager Jonas Boldt.

"Es war eine desaströse Niederlage“, hatte Schade das 2:6 in Dortmund kommentiert. Er ließ keinen Zweifel daran, dass ihn der Auftritt der Werkskicker tief beunruhigt hatte. Schmidt hingegen verblüffte mit einer ganz anderne Wahrnehmung: "Das war ein guter Schritt in die richtige Richtung. Meine Mannschaft hat einen sehr guten Auftritt hingelegt."

Der Kontrakt von Cheftrainer Schmidt mit Bayer Leverkusen hat noch eine Laufzeit bis 2019. Völler und Schade hatten immer wieder betont, von Schmidts Fähigkeiten überzeugt zu sein und dem Fußballlehrer zuvor in kritischen Phasen immer das Vertrauen ausgesprochen. Bis zum Sonntag. Das 2:6 in Dortmund war das eine Debakel zu viel. sid/dpa

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06.03.2017, 06:00 Uhr
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