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Fernsehen

Ein Ausnahmetalent

Eine vierstündige Dokumentation auf Vox feiert den Sänger und Komponisten Udo Jürgens, der jetzt 85 geworden wäre.

19.10.2019

Von MARTIN WEBER

Der Sänger Udo Jürgens starb im Dezember 2014 mit 81 Jahren. Foto: Christian Charisius/dpa

München. Mit Schlagern wie „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ oder „Griechischer Wein“ wurde er berühmt, doch Udo Jürgens war viel mehr als nur ein zuverlässiger Hitlieferant. Der Mann mit dem weißen Klavier und der einprägsamen Stimme komponierte mehr als tausend Lieder, genoss auch im Ausland hohes Ansehen und gilt als der größte deutschsprachige Popsongschreiber aller Zeiten. Udo Jürgens, darin sind sich die Musikexperten einig, war ein Ausnahmetalent mit ungeheurem Potenzial.

Dieser Tage wäre Jürgens, der 2014 in der Schweiz starb, 85 geworden. Daher würdigt Vox den Künstler, der mehr als 100 Millionen Tonträger verkaufte, an diesem Samstag mit einer Vier-Stunden-Doku: „Ich wünsch Dir Liebe ohne Leiden – 85 Jahre Udo Jürgens“ schildert den musikalischen Werdegang des Entertainers, der beruflich enorm erfolgreich war, im Privatleben jedoch weniger: Der zweifach geschiedene Sänger und Pianist war seinen Ehefrauen notorisch untreu und scheiterte als Familienvater, weil er so gut wie nie zu Hause war.

„Er war nicht mehr glücklich“

„Sicher ist, dass wir uns mehr väterliche Sehnsucht gewünscht hätten“, erzählt denn auch seine Tochter Jenny, eins von zwei ehelichen und zwei unehelichen Kindern. Und Udo Jürgens‘ Bruder Manfred Bockelmann sagt gar: „Er war nicht mehr glücklich, er war traurig. Er hat plötzlich gemerkt, dass die Bühne nicht reicht, um glücklich zu sein.“ Neben Familienmitgliedern und Freunden kommen auch Kollegen aus der Musikbranche wie Rocksänger Campino von den „Toten Hosen“ zu Wort. Natürlich äußert sich Udo Jürgens in dem Beitrag auch selber – einige Interviewszenen mit ihm sind noch nie im Fernsehen gezeigt worden.

Geboren wurde Udo Jürgens 1934 als Jürgen Udo Bockelmann in Klagenfurt, der Sänger war Österreicher und nahm später zusätzlich die Staatsbürgerschaft der Schweiz an, wo er lange lebte. Er studierte Musik und gewann 1966 mit seinem Titel „Merci Chérie“ in Luxemburg den Grand Prix d'Eurovision. Der Sieg beim europäischen Schlagerwettbewerb war sein internationaler Durchbruch, es folgten Tourneen durch zahlreiche Länder und viele Hits wie „Aber bitte mit Sahne“, „Ein ehrenwertes Haus“, „Liebe ohne Leiden“ oder „Ich war noch niemals in New York“ – so auch der Titel des Musicals, das 2007 in Hamburg Premiere hatte und auf dem der gleichnamige Film basiert, der jetzt im Kino läuft. Martin Weber

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Erstellt:
19. Oktober 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
19. Oktober 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2019, 06:00 Uhr

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