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Soziales

„Ein Anwalt sein für die Bedürftigen“

Pfarrerin Gabriele Ehrmann betont im Gottesdienst zum Start der Vesperkirche deren Bedeutung.

20.01.2020

Von RAINER LANG

Fast Seit an Seit für die Armen: Martin Körner (SPD, links), der gerne OB würde, und Alexandra Sußmann (Grüne, rechts), die als Kandidatin gehandelt wird. Foto: Rainer Lang

Stuttgart. Pfarrer Klaus Käpplinger möchte auf keinen Fall die Vision aufgeben, dass in der Vesperkirche Menschen zusammenkommen, die sich sonst nicht begegnen würden. Zum Auftakt, beim Gottesdienst in der Leonhardskirche, bedauerte der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart vor rund 300 Besuchern, dass offenbar immer weniger Mitarbeiter der umliegenden Geschäfte ihre Mittagspause in der Vesperkirche, die zum 26. Mal stattfindet, verbringen.

Das Engagement für das „Zuhause auf Zeit“ ist hingegen ungebrochen. In der Einrichtung der evangelischen Kirche für Obdachlose und Menschen am Rand der Gesellschaft engagieren sich nach Auskunft von Gabriele Ehrmann neben 20 hauptamtlichen Mitarbeitern mehr als 40 Gruppen, zum Beispiel aus Firmen oder Vereinen, und etwa 900 Freiwillige. Dieser Einsatz ist nach Ansicht der Diakoniepfarrerin dringend nötig. Sie betonte, jeder zehnte Stuttgarter sei armutsgefährdet. Außerdem würden rund 2000 Menschen täglich in Tafelläden einkaufen. „Wir wollen Anwalt sein für die Bedürftigen“, bekräftigte sie.

Als „kleine, aber wichtige Geste“ begrüßte Käpplinger, dass in diesem Jahr zum ersten Mal von den Helfern das Essen an den Tisch gebracht wird. Die Vesperkirche ist für ihn dazu da, „Themen auf die Agenda zu setzen, die dringend bearbeitet werden müssen“. Dass die in der Vesperkirche gepflegte Gastfreundschaft der Stadt gut zu Gesicht stehe, bekräftigte Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann (Grüne) in ihrem Grußwort.

Bis 7. März gibt es wieder sieben Stunden an sieben Tagen über sieben Wochen hinweg heiße Getränke, ein warmes Mittagessen, ein Vesper to go, medizinische Versorgung, einen Haarschnitt, Gottesdienst und Seelsorge, ein Kulturprogramm sowie die Gesprächsrunde „Politiker hören zu“. An zwei Tagen modelliert der Künstler Harald Birck die Gäste. Auch der Vesperkirchenchor unter Leitung von Patrick Bopp tritt auf. Im Auftaktgottesdienst sangen die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. Rainer Lang

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Erstellt:
20. Januar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
20. Januar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2020, 06:00 Uhr

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