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In allen Belangen unterlegen: 64:92

Ein 15:0-Lauf der Frankfurter vor der Pause zog den Tigers die Zähne

Die Tübinger Basketballer sind der ideale Aufbaugegner für schlecht gestartete Bundesligisten. Nach Bremerhaven haben die Tigers am Samstag auch den ersatzgeschwächten Frankfurtern nach zwei Pleiten aus dem Tief geholfen und die dritte Niederlage in Serie kassiert. Beim glatten 64:92 (33:50) präsentierte sich die Tigers-Defense am Samstag einmal mehr zahnlos.

18.10.2015
  • Bernhard Schmidt

Frankfurt. Dabei war bei der Zusammenstellung des neuen Tiger-Kaders fast alles darauf abgestimmt, nach der schlechten Erfahrung in den Vorjahren endlich mit einer aggressiven Defense mehr Punkte einzufahren. Davon war in der Ballsporthalle zumindest tübingerseits nicht viel zu sehen. Die Frankfurter dagegen, ohne ihre verletzten Leistungsträger Johannes Voigtmann, Danilo Barthel und Konstantin Klein angetreten, verteidigten intensiv, pressten hoch an und nutzten in der Offensive den Platz, den ihnen die zahnlosen Tiger ließen, zu spektakulären Treffern: Gleich zwei Mal spielte Skyliners-Spielmacher Jordan Theodore, den Teamkollegen Tomas Dimsa, der nicht zufällig ausgerechnet gegen die Tigers sein bestes Saisonspiel ablieferte, hoch überm Korb an, und der Litauer ließ es zur Freude der 4600 Zuschauer in der Ballsporthalle zwei Mal krachen.

Die oft mit Zone verteidigenden Tigers machten es aber auch den Frankfurter Fernschützen Dimsa, Jon Little und Quantez Robertson allzu oft leicht: Bei einer Trefferquote von über 60 Prozent fanden 14 Dreier ihr Ziel. Eigentlich war auch die Tübinger Quote aus dem Feld passabel. Doch was die Tübinger vorne aufbauten, rissen sie hinten wieder ein. Außerdem brachten 20 Ballverluste Tigers-Chefcoach Igor Perovic in Rage.

Die Tübinger starteten ohne Spielmacher und Kapitän Jesse Sanders, der sich im Training einen Bluterguss im Oberschenkel eingefangen hatte und drei Tage aussetzen musste. Für ihn besorgte zunächst Nick Russel den Tigers-Spielaufbau, Garlon Green startete für den einmal mehr gänzlich indisponierten Taorlyn Fitzpatrick auf der Position des Power Forward. Die Tigers begannen nervös, das Selbstvertrauen war schnell dahin. Exemplarisch: Russell verliert den Ball, Green wird zuerst beim Dreier-Versuch gnadenlos von Dornekamp geblockt, trifft auch nicht im zweiten Versuch. Es braucht viereinhalb Minuten, bis die Tigers dank eines Russell-Dreiers zum 3:9 erstmals punkten.

Gegen Ende des Viertels fanden die Tübinger, allen voran William Buford, zumindest in der Offensive ihren Rhythmus, kamen zu Beginn des zweiten Durchgangs bis auf drei Punkte ran (21:24). Frischen Wind brachte später Tigers-Senior Aleksandar Nadjfeji, der einen Dreier zum 30:32 versenkte und die Hoffnung auf die erste Tübinger Führung nährte.

Doch dann hatte Skyliners-Routinier Quantas Robertson seine Gala-Auftritte, sorgte mit sieben Punkte in Folge für Alarm auf Tübinger Seite, trug zu einer 15:0-Serie seines Teams bei. Die Tigers ließen die Flügel hängen, bis zur Halbzeitpause hatten sich die Frankfurter ein komfortables 17 Punkte-Polster erspielt. Tübingen dagegen ging, wie schon gegen Bremerhaven, mit einem schweren Rucksack in die zweite Hälfte.

Dank der Treffer des nun aufdrehenden Vladimir Mihailovic kamen die Tübinger noch einmal auf zehn Punkte ran. Es war nur ein Strohfeuer: Nach einem 9:0-Run war Frankfurt wieder weit weg, zur letzten Viertelpause die Partie beim Rückstand von 50:73 quasi schon entschieden. Und selbst als Skyliners-Trainer Gordon Herbert im finalen Durchgang die zweite Garde aufs Feld schickte, gelang den Tübingern keine kosmetische Ergebniskorrektur mehr.

Ein 15:0-Lauf der Frankfurter vor der Pause zog den Tigers die Zähne
Die Anfangseuphorie ist nach drei Niederlage in Folge längst verflogen: Auch in Frankfurt kassierten die Tigers (im Bild Nick Russell und der einmal mehr schwach spielende Taorlyn Fitzpatrick) eine herbe Niederlage. Archivbild: Ulmer

Tigers-Chefcoach Igor Perovic in der Pressekonferenz: „ Frankfurt hat über die gesamte Spieldauer hinweg die Partie kontrolliert und sehr smart gespielt. Sie haben stark verteidigt und uns immer wieder zu Ballverlusten gezwungen. Zudem hatten sie einen Ausnahmetag von der Dreierlinie, so einen Tag erwischt man nicht immer. Außerdem fehlen ihnen noch drei sehr wichtige Spieler und trotzdem haben sie mich in den letzten Spielen beeindruckt. Auch wenn sie nicht alle davon gewonnen haben, hatten sie dazu in jedem die Möglichkeit. Unser Problem liegt in der Offensive, wir konnten nicht punkten.“

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18.10.2015, 12:00 Uhr
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