Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Stuttgart

Eidechsen contra Stuttgart 21: Debatte über Abstellbahnhof

Im Stuttgarter Vorort Untertürkheim wird sich in den kommenden beiden Tagen vieles um die verlassenen Gleise des Güterbahnhofs drehen. Denn das Areal ist eines der wichtigsten Projekte von Stuttgart 21 - und noch nicht genehmigt. Es gibt Kritik an Lärm und Artenschutz.

15.01.2020

Von dpa/lsw

Der zukünftige Abstellbahnhof Untertürkheim, der zum Bahnprojekt Stuttgart 21 gehört. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Stuttgart. Zwei Tage lang soll in Stuttgart über den Umbau des alten Stuttgarter Güterbahnhofs in Untertürkheim zu einem der zentralen Teile des Bahnprojekts Stuttgart 21 diskutiert werden. Beim Erörterungstermin zum neuen Abstellbahnhof dürften am Mittwoch (9.00 Uhr) und Donnerstag vor allem die Themen Lärm und Artenschutz eine Rolle spielen. Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart sind 370 Einwendungen zum Neubau eingegangen.

Auf der Fläche des alten Güterbahnhofs und auf insgesamt mehr als neun Kilometern Gleisen sollen künftig Züge abgestellt, gewendet und gereinigt werden. Der Bahnhof ist ein wichtiger Teil des sogenannten Ringkonzepts, das den milliardenschweren neuen Tiefbahnhof in Stuttgart zum Durchgangsbahnhof macht. Allerdings fehlt für den Bau noch die Genehmigung.

Anwohner fürchten vor allem die ihrer Ansicht nach zunehmende Lärmbelästigung. Auf dem Gelände leben zudem Tausende Mauereidechsen, die aufwendig umgesiedelt werden müssten. Nach Angaben der Bahn stehen aber nur für etwa die Hälfte Ersatzflächen zur Verfügung.

Mit einer Entscheidung des Eisenbahnbundesamtes über das Projekt wird nicht vor Ende des Jahres gerechnet. Umweltschutzverbände haben bereits mit Klagen gedroht, sollte die Bahn ihre Pläne durchsetzen können.

Das Projekt Stuttgart 21 steht für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Es soll dazu beitragen, die Reisezeiten im Fern- und im Regionalverkehr erheblich zu verkürzen. Inklusive aller Brücken und Zubringertunnel zum neuen Tiefbahnhof in Stuttgart soll das Projekt nach letzten Schätzungen 8,2 Milliarden Euro kosten. Im Finanzierungsvertrag waren im Jahr 2009 noch 4,5 Milliarden Euro festgelegt worden.

Zum Artikel

Erstellt:
15. Januar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
15. Januar 2020, 02:09 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2020, 02:09 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+